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Speicherkrise

SK hynix: DRAM und HBM bis 2029 ausverkauft

Langfristverträge mit 14 Großkunden decken mehr als die Hälfte der Kapazität für 2027 und 2028. Die Knappheit dürfte bis 2030 anhalten.

SK hynix: DRAM und HBM bis 2029 ausverkauft
Bildquelle: Poetra.RH/Shutterstock.com

Der südkoreanische Speicherhersteller SK hynix hat seine Produktion von DRAM und High Bandwidth Memory (HBM) nach eigenen Angaben bis 2029 faktisch ausverkauft. Das sagte CEO Kwak Noh-Jung am 28. Oktober in der Telefonkonferenz zu den Zahlen für das dritte Quartal 2026, in dem das Unternehmen Rekordergebnisse erzielte.

„Nimmt man die bereits über Langfristverträge gesicherten Mengen und die Nachfrage zusammen, über die wir derzeit konkret mit Kunden sprechen, sind unsere DRAM- und HBM-Mengen für die kommenden drei Jahre bis 2029 faktisch ausverkauft.”
Kwak Noh-Jung, CEO von Sk hynix

Langfristverträge mit Cloud-Anbietern

Laut SK hynix decken Langfristverträge mit 14 wichtigen Kunden, darunter große Cloud-Anbieter, bereits mehr als 50 Prozent der gesamten Kapazität für 2027 und 2028. Finanzchef Kim Woo-hyun erwartet, dass es kurzfristig schwierig wird, den Mengenbedarf der Kunden vollständig zu decken. Die Knappheit dürfte laut dem Unternehmen bis 2030 anhalten.

Die Investitionen will SK hynix 2027 gegenüber 2026 deutlich erhöhen, um modernere Fertigungsprozesse auszubauen und die Produktion im neuen Werk in Yongin hochzufahren. Dessen erster Reinraum soll im ersten Quartal 2027 in Betrieb gehen. Zudem baut das Unternehmen ein Werk für Advanced Packaging in Cheongju, das bis Ende 2027 fertig sein soll, und plant ein weiteres im US-Bundesstaat Indiana, das in der zweiten Jahreshälfte 2028 starten soll.

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Weniger Kapazität für herkömmlichen Speicher

Die großen Speicherhersteller SK hynix, Samsung und Micron richten ihre Fertigung zunehmend auf HBM für KI-Beschleuniger aus, das höhere Margen bringt. Dadurch steht weniger Kapazität für herkömmlichen Arbeitsspeicher zur Verfügung, der in PCs, Smartphones und Servern verbaut wird. Auch Micron hatte zuletzt erklärt, nicht abschätzen zu können, wann das Angebot die Nachfrage wieder einholt. Der chinesische Hersteller YMTC rechnet bei NAND-Flash mit einer Knappheit bis etwa Ende 2029.

Laut Gartner haben sich die Speicherpreise in den vergangenen zwölf Monaten mehr als verdoppelt. Die Folgen zeigen sich im Markt für Endgeräte: Laut IDC sanken die weltweiten PC-Auslieferungen im dritten Quartal um 20,1 Prozent, laut Counterpoint Research die Smartphone-Auslieferungen um 20 Prozent.

(red)

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