Laut Maeil Business bietet Samsung HBM4 für 2027 zu rund 4,50 Dollar je Gigabit an. HBM3E kostet derzeit etwa 1,50 Dollar.
Samsung verlangt für HBM4 dreifachen Preis

Samsung Electronics will für High Bandwidth Memory der nächsten Generation (HBM4) im kommenden Jahr mehr als das Dreifache des aktuellen Preises verlangen. Das berichtete die südkoreanische Wirtschaftszeitung Maeil Business am 2. Oktober. Demnach bietet Samsung großen Kunden HBM4 für 2027 zu einem Preis im mittleren bis oberen Bereich von 4 US-Dollar pro Gigabit an. Das aktuelle Spitzenprodukt HBM3E kostet rund 1,50 Dollar pro Gigabit. Samsung hat sich zu dem Bericht nicht geäußert.
Verhandlungen in der Endphase
HBM wird anders als herkömmlicher DRAM überwiegend über jährliche Langfristverträge geliefert. Die Verhandlungen über die Liefermengen für 2027 sind laut Bericht weitgehend abgeschlossen, die Preisgespräche sollen im Oktober in die Endphase gehen. Bei dem genannten Wert handelt es sich um ein Angebot. Die endgültigen Vertragspreise hängen unter anderem von Kunde, Spezifikation, Qualifizierung und Produktionsausbeute ab.
Schätzungen zufolge könnte der Preis für ein HBM4-Modul mit zwölf Lagen und 36 GB von etwa 600 Dollar in diesem Jahr auf rund 1.300 Dollar im kommenden Jahr steigen.
TrendForce erwartet Anstieg um 121 Prozent
Das Marktforschungsunternehmen TrendForce rechnet damit, dass der durchschnittliche Verkaufspreis für HBM 2027 um 121 Prozent gegenüber diesem Jahr steigt. Gründe sind der wachsende Anteil von HBM4 und die anhaltende Knappheit. HBM besteht aus vertikal gestapelten DRAM-Chips und benötigt mehr Wafer-Kapazität als herkömmlicher Arbeitsspeicher, weshalb sich das Angebot nur langsam ausweiten lässt. Micron-CEO Sanjay Mehrotra erklärte, die HBM-Preise würden im kommenden Jahr „weit höher als 2026″ liegen. Micron hat den Großteil seiner HBM-Liefermenge für 2027 bereits vertraglich vergeben, SK hynix verhandelt noch.
HBM4 für Nvidias Vera Rubin
Samsung und SK hynix bauen die HBM4-Lieferungen derzeit für Nvidias neue KI-Plattform Vera Rubin aus. Samsung hatte bei der Vorlage seiner Zahlen für das zweite Quartal angekündigt, den HBM4-Umsatz im dritten Quartal gegenüber dem Vorquartal mehr als zu verdreifachen. SK hynix gab an, die Ausbeute bei HBM4 auf das Niveau von HBM3E gesteigert zu haben.
(red)




