Betroffen sind laut Berichten Teams für Siri und Vision Pro, Hardware-Programmmanager und Vertrieb. Ein Plan für KI im AppleCare-Support liegt auf Eis.
Apple baut unter Ternus mehr als 400 Stellen ab

Apple hat seit August laut Medienberichten, unter anderem von Gulf News, mehr als 400 Stellen abgebaut. Die Kürzungen erfolgten in mehreren Wellen und betreffen vor allem Teams für KI und Mixed Reality sowie eine Managementebene in der Hardwareentwicklung. Die Zahl von mehr als 400 Stellen ergibt sich aus der Zusammenfassung mehrerer Berichte. Eine offizielle Gesamtzahl hat Apple nicht genannt. Seit dem 1. September ist John Ternus CEO des Konzerns. Er war zuvor Senior Vice President für Hardware Engineering und folgte auf Tim Cook, der seitdem Executive Chairman ist.
Siri und Vision Pro im August
Die erste Welle fiel noch in die Zeit vor dem Amtsantritt von Ternus. Laut Bloomberg strich Apple im August mehr als 200 Stellen, rund 100 in der Vision Products Group, die für das Headset Vision Pro zuständig ist, und rund 100 in Teams für Siri und zugehörige Software. Das Spieleentwicklungsteam für Vision Pro wurde vollständig aufgelöst, die Produktion von 3D-Videos verkleinert. Laut einem Bloomberg-Folgebericht reichten die Kürzungen auch in Bereiche wie Gerätesicherheit, räumliches Audio, Tests und das Betriebssystem visionOS. Meldungen bei den Behörden in Kalifornien weisen 147 Stellen in der Bay Area aus, die um den 19. und 20. Oktober wegfielen, 79 in der Konzernzentrale Apple Park in Cupertino und 68 an zwei Standorten in Sunnyvale.
Programmmanager in der Hardware
Ende September berichtete Bloomberg, dass Apple in der Hardwareentwicklung Engineering Program Manager von ihren Aufgaben entbunden hat, darunter etwa sechs Direktoren. Sie koordinierten bislang die Zeitpläne von Projekten für iPhone und Mac. Betroffene erhielten demnach einige Wochen Zeit, sich intern auf andere Stellen zu bewerben, andernfalls droht ihnen eine Kündigung. Ternus will laut den Berichten Managementebenen abbauen und die Teams schneller mehr Produkte liefern lassen. Medien berichteten zudem über Kürzungen im Vertrieb.
Pläne, Teile der rund 5.000 Stellen im Kundensupport AppleCare durch KI zu ersetzen, liegen laut den Berichten vorerst auf Eis. Apple hatte nach letzten veröffentlichten Angaben rund 166.000 Beschäftigte. Am 28. Oktober stellte der Konzern unter anderem das erste MacBook Pro mit Touchscreen und OLED-Display vor.
(red)




