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Weiterer Rückgang erwartet

Microsoft: Windows-OEM-Umsatz bricht um 27 Prozent ein

Der Effekt des Windows-10-Supportendes ist verpufft. Für das laufende Quartal erwartet Microsoft ein Minus von rund 35 Prozent.

Microsoft: Windows-OEM-Umsatz bricht um 27 Prozent ein

Microsofts Umsatz mit Windows-Lizenzen für PC-Hersteller ist im Quartal von Juli bis September 2026 um 27 Prozent gesunken, währungsbereinigt um 28 Prozent. Das gab das Unternehmen bei der Vorlage seiner Zahlen für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 am 28. Oktober bekannt. Finanzchefin Amy Hood bezeichnete das Ergebnis als unter den Erwartungen. Die Lagerbestände seien weiterhin hoch. Den Umsatz der übergeordneten Sparte Windows OEM and Devices, zu der auch die Surface-Geräte gehören, gab Microsoft mit 3,55 Milliarden US-Dollar an, nach 4,55 Milliarden Dollar im Vorjahresquartal. Das entspricht einem Rückgang um 22 Prozent.

Vergleich mit Rekordquartal

Als Gründe nennt Microsoft die Nachfrage im Vorjahr durch das Supportende von Windows 10, den Abbau von Lagerbeständen bei PC-Herstellern und Händlern sowie eine schwächere Nachfrage auf dem PC-Markt. Microsoft hatte den regulären Support für Windows 10 im Oktober 2025 beendet. Viele Unternehmen und Verbraucher ersetzten ihre Rechner daher im Jahr 2025. Laut Gartner stiegen die weltweiten PC-Auslieferungen im dritten Quartal 2025 um 8,2 Prozent. Noch im Juli hatte Hood erklärt, das Windows-Geschäft liege über den Erwartungen, weil PC-Hersteller und Händler ihre Lager aufstockten.

Auch die stark gestiegenen Preise für Arbeitsspeicher und SSDs belasten den Markt. Laut IDC sanken die weltweiten PC-Auslieferungen im dritten Quartal 2026 um 20,1 Prozent.

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Weiterer Rückgang erwartet

Für das laufende Quartal von Oktober bis Dezember erwartet Microsoft für die Sparte Windows OEM and Devices einen Rückgang im mittleren 30-Prozent-Bereich.

„Das Wachstum wird weiterhin durch erhöhte Lagerbestände, die Nachfrage auf dem PC-Markt und einen Vorjahresvergleich beeinflusst, der vom Supportende für Windows 10 profitiert hat.”
Amy Hood, Finanzchefin von Microsoft

Diese Entwicklung werde sich voraussichtlich im gesamten Geschäftsjahr fortsetzen. Im Juli hatte Microsoft für das gesamte Geschäftsjahr noch einen Rückgang im hohen Zehnerbereich erwartet.

Windows 10 weiterhin verbreitet

Windows 10 läuft weiterhin auf einem erheblichen Teil der Rechner. Laut einer Erhebung des Unternehmens Lansweeper lief das System im Juli 2026 auf 16,9 Prozent der erfassten Windows-PCs, in kleinen und mittleren Unternehmen auf 21,4 Prozent. Nur rund 2,8 Prozent dieser Rechner erfüllen laut Lansweeper die Anforderungen für Windows 11 nicht. In der Hardware-Umfrage der Spieleplattform Steam lag Windows 10 im September bei 23,61 Prozent, Windows 11 bei 71,34 Prozent. Kostenlose Sicherheitsupdates für Windows 10 liefert Microsoft für Privatnutzer noch bis zum 12. Oktober 2027.

(red)

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