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Eigene Chips

Meta setzt bis zu 200 Milliarden Dollar auf eigene KI

Zuckerberg will KI-Rechenzentren, Chips und Modelle selbst besitzen. Agenten wie Muse sollen künftig für Nutzer einkaufen.

Meta setzt bis zu 200 Milliarden Dollar auf eigene KI
Bildquelle: QubixStudio / Shutterstock.com

Meta-CEO Mark Zuckerberg hat Einblick in die Entscheidung gegeben, die KI-Infrastruktur des Konzerns massiv auszubauen. Im Podcast „Cheeky Pint” von Stripe-Mitgründer John Collison sagte er, er habe die Investition freigegeben, bevor es einen Nachweis gab, dass sie funktioniert. Den Umfang bezifferte er auf 100 bis 200 Milliarden US-Dollar. Für dieses Jahr hat Meta Investitionsausgaben von bis zu 145 Milliarden Dollar angekündigt, ein großer Teil davon fließt in KI-Infrastruktur. Die Folge erschien an dem Tag, an dem Meta sein erstes Frontier-Modell Muse Wonder veröffentlichte.

Eigene Rechenzentren und Chips

Meta sei ein Technologieunternehmen, das den gesamten Technologie-Stack selbst abdecke, sagte Zuckerberg. Der Konzern baue eigene Rechenzentren, eigene Chips und eigene grundlegende Infrastruktur. Bereits 2024 hatte er geschrieben, eine prägende Erfahrung sei gewesen, Dienste innerhalb der Grenzen zu entwickeln, die Apple auf seinen Plattformen erlaube. 2021 hatte Apple iPhone-Nutzern die Möglichkeit gegeben, Apps das Tracking zu untersagen. Meta bezifferte die Kosten dieser Änderung allein für 2022 auf rund 10 Milliarden Dollar.

Anders als Amazon, Microsoft und Google betreibt Meta bislang kein Cloud-Geschäft, in dem es Rechenkapazität an Dritte vermietet, und trägt die Kosten selbst. Ein KI-Rechenzentrum mit einem Gigawatt kostet laut Zuckerberg 50 bis 60 Milliarden Dollar im Bau und rund 15 Milliarden Dollar pro Jahr im Betrieb. Metas Campus Hyperion in Louisiana ist auf fünf Gigawatt ausgelegt. Im Juli bestätigte Zuckerberg Pläne für ein eigenes Cloud-Geschäft. Die Rechenkapazität sieht er als Absicherung.

„Damit es nicht aufgeht, müssen nicht nur wir scheitern, KI insgesamt muss scheitern.”
Mark Zuckerberg, Meta-CEO

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KI-Agenten als Einkäufer

Mit Muse Wonder und der leistungsfähigeren Variante Muse Wonder Full soll der KI-Agent Muse arbeiten, der im Auftrag von Nutzern handelt, etwa beim Einkaufen. Zuckerberg berichtete, er habe für Muse ein eigenes Konto beim Lieferdienst Instacart eingerichtet. Metas KI-Chef Alexandr Wang nutzt den Agenten nach eigenen Angaben, um Tee bei kleinen Händlern zu bestellen.

Werbung machte im vergangenen Quartal rund 98 Prozent von Metas Umsatz aus. Kaufen künftig Agenten statt Menschen ein, stellt sich laut Fortune die Frage, an wen sich Werbung richtet. Zuckerberg verwies im Podcast auf Abonnements als großes künftiges Geschäft. Muse ist kostenlos, Tarife für intensive Nutzung kosten 20 und 100 Dollar im Monat. Zudem brachte er einen kleinen Anteil an dem ins Spiel, was Agenten Nutzern einsparen oder einbringen. Unternehmen, die Agenten aussperren, würden laut Zuckerberg verlieren. Amazon hatte Muse Anfang Oktober von seiner Handelsplattform ausgeschlossen.

(red)

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