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KI wird zum Teamplayer

Agentic Multiplayer Protocol: Atlassian bringt KI-Agenten ins Team

Atlassian will die Zusammenarbeit von Menschen und KI-Agenten stärker in den Arbeitsalltag integrieren. Mit dem neuen Agentic Multiplayer Protocol (AMP) definiert der Softwareanbieter dafür Regeln für Zusammenarbeit, Identität, Kontext und Governance.

Agentic Multiplayer Protocol: Atlassian bringt KI-Agenten ins Team

KI-Agenten sollen direkt im Arbeitsprozess arbeiten

Auf seiner Konferenz Team ’26 Europe in Amsterdam hat Atlassian das Agentic Multiplayer Protocol (AMP) vorgestellt. Das Konzept soll festlegen, wie KI-Agenten gemeinsam mit Menschen an Aufgaben arbeiten können, sowohl innerhalb als auch außerhalb der Atlassian-Plattform. Statt Agenten ausschließlich über separate Chatfenster zu nutzen, sollen sie direkt in den Anwendungen und Arbeitsabläufen eines Teams aktiv werden. Dabei können sie sowohl in Echtzeit als auch asynchron mitarbeiten.

„Allein kommt man nur bis zu einem gewissen Punkt. Teams treiben Ideen voran, erkennen Lücken und helfen uns, schneller voranzukommen. Das gilt heute auch für KI. Der nächste größte Wandel, der vor uns liegt, ist der Übergang vom KI-Einsatz im Einzelmodus hin zu echter Teamarbeit mit KI: Agenten arbeiten Seite an Seite mit Menschen, direkt im Arbeitsprozess – so, wie es erfolgreiche Teams heute bereits vormachen.“

Mike Cannon-Brookes, Mitgründer und CEO von Atlassian

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Drei Ebenen für die Zusammenarbeit

AMP setzt dabei auf drei zentrale Bereiche. Zum einen sollen Agenten dort arbeiten, wo sich die eigentliche Teamarbeit abspielt. Zum anderen soll jederzeit erkennbar sein, welcher Agent welche Aufgabe übernimmt und wer dafür verantwortlich ist.

Dazu erhält jeder Agent ein eigenes Profil. Seine Aktivitäten und Beiträge sollen in Echtzeit nachvollziehbar sein. Das gilt auch dann, wenn ein Agent außerhalb der jeweiligen Atlassian-Anwendung ausgeführt wird, beispielsweise lokal auf dem Rechner eines Entwicklers.

Die dritte Ebene betrifft Kontext und Governance. Über den Teamwork Graph sollen Agenten auf relevantes Organisationswissen aus verschiedenen SaaS-Anwendungen zugreifen können. Gleichzeitig lassen sich Berechtigungen auf einzelne Personen oder Teams begrenzen. Unternehmen sollen außerdem nachvollziehen können, wer einen Agenten gestartet hat, auf welche Daten er zugegriffen hat und an welchen Punkten menschliche Kontrolle erforderlich ist.

Rovo und Teamwork Graph wachsen

Die zunehmende Nutzung von KI-Agenten zeigt sich laut Atlassian auch bei Rovo und dem Teamwork Graph. Menschen und Agenten arbeiten auf der Atlassian-Plattform inzwischen mehr als zehn Millionen Mal pro Monat zusammen. Die Zahl der Nutzer von Rovo-Agenten hat sich innerhalb von sechs Monaten verdoppelt. Der Teamwork Graph bildet dabei die Kontextschicht für Unternehmensdaten. Nach Angaben von Atlassian umfasst er inzwischen mehr als 250 Milliarden Objekte und Beziehungen. Vor sechs Monaten waren es noch 150 Milliarden.

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Atlassian MCP benötigt weniger Tokens

Parallel dazu stellt Atlassian eine neue Version seines Atlassian MCP-Servers vor. Über den Server können externe KI-Tools und Code-Agenten auf Unternehmenskontext aus Jira, Confluence und weiteren Atlassian-Produkten zugreifen. Der MCP-Server verzeichnet laut Atlassian inzwischen mehr als 15 Millionen Tool-Aufrufe pro Tag. Damit hat sich die Zahl innerhalb von sechs Monaten verfünfzehnfacht. Gleichzeitig soll die neue Version effizienter arbeiten. Interne Benchmarks mit Claude-Modellen zeigen demnach, dass der aktualisierte Server für dieselben Aufgaben in Jira und Confluence durchschnittlich bis zu 25 Prozent weniger Tokens benötigt.

„Unternehmen arbeiten mit einer bestehenden, komplexen IT-Infrastruktur und einer Vielzahl unterschiedlicher Tools und KI-Anwendungen. Unser MCP-Server ist dabei wie ein universeller USB-Anschluss für KI: Er ermöglicht den Zugang zu Unternehmenskontext, statt ein weiteres geschlossenes System zu schaffen. Ob ChatGPT, Claude, Cursor oder ein unternehmenseigener Agent – alle können sicher auf diesen Kontext zugreifen. Während viele Anbieter Kunden an ihr Ökosystem binden wollen, verbinden wir die Tools, die Unternehmen bereits einsetzen.“

Brian Duffy, Chief Revenue Officer von Atlassian

Atlassian baut Partnerschaft mit OpenAI aus

Auch die Zusammenarbeit mit OpenAI soll erweitert werden. Die KI-Modelle von OpenAI bilden bereits eine Grundlage für zentrale Funktionen von Atlassian Rovo. Neue Funktionen wie Agent Sessions und Non-Human Identities sollen dabei für mehr Transparenz und Kontrolle über die Aktivitäten von Agenten sorgen.

Mit Record for Agent und Interactive PR Reviews kommen außerdem Werkzeuge hinzu, die die Zusammenarbeit zwischen Menschen und Agenten unterstützen sollen. Bildschirm- und Sprachaufzeichnungen können dabei in Briefings und Videoanleitungen überführt werden.

(red/Atlassian)

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