Anthropic fragt Claude-Nutzer, ob ihre Sprachchats zum Training verwendet werden dürfen. Die Einstellung ist getrennt von der für Text-Chats.
Claude: Anthropic bittet um Sprachdaten für KI-Training

Anthropic bittet Nutzer seines KI-Assistenten Claude, ihre Sprachunterhaltungen für das Training der KI-Modelle freizugeben. Ein entsprechender Hinweis erscheint bei der Nutzung der Sprachfunktionen von Claude. Entdeckt hat ihn der Account TestingCatalog auf X, BleepingComputer hat die Einstellung ebenfalls gesehen. Eine offizielle Ankündigung von Anthropic gibt es bislang nicht.
„Audioaufnahmen und Daten aus Sprachchats helfen dabei zu verbessern, wie die KI-Modelle von Anthropic Sprache verstehen und darauf reagieren. Sie können dies jederzeit in den Einstellungen ausschalten oder diese Daten löschen“, heißt es in dem Hinweis. Nutzer können zwischen „Erlauben“ und „Jetzt nicht“ wählen.
Standardmäßig deaktiviert
Zusätzlich gibt es unter Einstellungen und Datenschutz einen eigenen Schalter mit der Bezeichnung „Allow us to use your voice data“. Laut Beschreibung erlaubt er für freigegebene Sitzungen die Nutzung von Audioaufnahmen und Sprachchat-Daten zur Verbesserung der Modelle. In der von BleepingComputer gesehenen Oberfläche ist die Option standardmäßig ausgeschaltet. Nutzer können die Freigabe später widerrufen und die Sprachdaten in den Einstellungen löschen.
Getrennt von Chats und Claude Code
Die Freigabe der Sprachdaten ist unabhängig von der bestehenden Option, mit der Nutzer Anthropic erlauben können, Chats und Coding-Sitzungen für das Training zu verwenden. Diese Abfrage hatte Anthropic 2025 für die Verbrauchertarife eingeführt. Nutzer können damit etwa die Sprachdaten freigeben und Text-Chats sowie Sitzungen in Claude Code ausschließen oder umgekehrt.
Wie lange freigegebene Sprachdaten gespeichert werden und ob der Hinweis in allen Ländern erscheint, geht aus den bisherigen Informationen nicht hervor.
(red)




