Laut südkoreanischen Medien senkt Samsung die Jahresplanung von 270 auf 200 Millionen Geräte. Grund sind stark gestiegene Preise für Speicherchips.
Samsung soll Smartphone-Produktion um 30 Prozent kürzen

Samsung Electronics will seine Smartphone-Produktion im vierten Quartal 2026 um 30 Prozent verringern. Das berichtet die südkoreanische Wirtschaftszeitung Money Today. Für das Gesamtjahr plante Samsung ursprünglich mit rund 270 Millionen Mobilgeräten, gestützt auf die Verkäufe des faltbaren Galaxy Z Fold 8 und des Galaxy S26 Ultra. Diese Zahl wurde laut dem Bericht auf 200 Millionen gesenkt. Samsung hat die Angaben nicht bestätigt.
Speicherchips 175 Prozent teurer
Als Hauptgrund nennt der Bericht die stark gestiegenen Preise für Speicherchips. Ein 12-GB-Arbeitsspeicherbaustein kostet demnach 175 Prozent mehr als im Vorjahr. Treiber ist die hohe Nachfrage aus KI-Rechenzentren. Im dritten und vierten Quartal sollen die Chippreise gegenüber dem jeweiligen Vorquartal um weitere 20 Prozent steigen.
Die höheren Kosten betreffen alle Smartphone-Hersteller. Samsung hat zuletzt die Preise sowohl für seine Spitzenmodelle als auch für günstigere Smartphones erhöht. Zugleich tauschen Verbraucher ihre Geräte seltener aus. Da Hersteller die Mehrkosten nicht vollständig an die Kunden weitergeben können, sinken ihre Gewinne, teils werden Geräte laut Branchenkreisen mit Verlust verkauft.
Verlust in der Mobilsparte erwartet
Nach dem südkoreanischen Bericht erwartet Samsungs Mobilsparte für das dritte Quartal 2026 einen Verlust von 19 Billionen Won, umgerechnet rund 14 Milliarden US-Dollar. Bei der Vorlage vorläufiger Zahlen hatte Samsung am 8. Oktober für den Gesamtkonzern einen operativen Rekordgewinn von rund 107,4 Billionen Won gemeldet, getrieben vom Geschäft mit Speicherchips. Zahlen für die einzelnen Sparten will das Unternehmen am 29. Oktober vorlegen.
Laut Counterpoint Research sind Smartphones in diesem Jahr weltweit um rund 15 Prozent teurer geworden. Die Auslieferungen von Geräten unter 100 Dollar sind nach Angaben von IDC im zweiten Quartal um fast 60 Prozent eingebrochen.
(red)




