Renaturierung von Rhein und Auen

Microsoft und NABU planen gemeinsame Projekte für mehr Klimaschutz

Microsoft
Bildquelle:Samuel Boivin / Shutterstock.com

Microsoft Deutschland und der NABU wollen ihre Zusammenarbeit in den kommenden drei Jahren auf Projekte rund um Wasser, Naturschutz und Klimaanpassung ausweiten.

Im Mittelpunkt stehen die Renaturierung von Rhein und Auen, naturbasierte Maßnahmen im Rheinischen Revier sowie Bildungsangebote zum Thema Wasser.

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Kommunen sollen klimaresilienter werden

Ein Schwerpunkt der geplanten Zusammenarbeit liegt im Rheinischen Revier, das sich gleichzeitig im wirtschaftlichen und ökologischen Wandel befindet. Gemeinsam mit Kommunen im Umfeld der geplanten Microsoft-Rechenzentren sollen Maßnahmen entwickelt werden, die besser auf zunehmende Hitze- und Trockenperioden vorbereiten.

Dafür sind zunächst lokale Hitzeanalysen vorgesehen. Auf dieser Grundlage sollen besonders relevante Anpassungsmaßnahmen identifiziert und anschließend bei Planung, Umsetzung und Qualitätssicherung begleitet werden. Die Projektfortschritte und die erzielten Wirkungen wollen die Partner regelmäßig überprüfen.

Auch Möglichkeiten für ehrenamtliches Engagement sollen entstehen. Dabei soll neben Menschen aus der Region auch die Belegschaft von Microsoft eingebunden werden.

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Rhein und Auen im Fokus

Ein weiterer Teil der Kooperation betrifft die ökologischen Funktionen des Rheins. Geplant ist eine nationale Partnerschaft zur Revitalisierung des Flusses und seiner Auen. Ein konkretes Vorhaben ist am Niederrhein im Rahmen des Bundesprogramms „Blaues Band Deutschland“ vorgesehen.

Dabei geht es unter anderem darum, Fluss- und Auenlandschaften als Lebensräume zu stärken und Wasser länger in der Landschaft zu halten. Auch die Widerstandsfähigkeit der Ökosysteme gegenüber den Folgen des Klimawandels soll verbessert werden.

Lukas Stemper, Geschäftsführer des NABU NRW, verweist dabei auf die Verbindung verschiedener Interessen: „Am Niederrhein und im Rheinischen Revier wird sichtbar, wie eng Wasser, Biodiversität und Lebensqualität zusammenhängen.“

Neben dem Rhein sollen auch Maßnahmen in den Bereichen Naturschutz, Landwirtschaft und Forstwirtschaft umgesetzt werden. Ziel ist es, mit naturbasierten Ansätzen den Wasserhaushalt und die Anpassungsfähigkeit der Landschaft zu verbessern.

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Bildungsarbeit ergänzt die Naturschutzprojekte

Zur Kooperation gehört außerdem die Vermittlung von Wissen über Wasser und Umwelt. Der NABU arbeitet dabei mit der gemeinnützigen Organisation Viva con Agua zusammen. Die Partner entwickeln bereits seit 2025 ein Bildungsprogramm für das Rheinische Revier.

Vorgesehen sind Materialien und Angebote für unterschiedliche Altersgruppen, insbesondere für Schulen. Über Kunst, Musik und Sport soll ein niedrigschwelliger Zugang zu Themen rund um Wasser geschaffen werden. Nach Angaben der Partner nahmen im vergangenen Jahr deutschlandweit 6.800 Schülerinnen und Schüler an Formaten von Viva con Agua teil.

Die Bildungsarbeit soll damit nicht nur über Wasserknappheit und Klimafolgen informieren, sondern auch für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Ressource sensibilisieren.

Microsoft setzt auf messbare Wassermaßnahmen

Microsoft verbindet die Kooperation mit seinem Ziel, bis 2030 eine positive Wasserbilanz zu erreichen. Im Umfeld der geplanten Rechenzentren im Rheinischen Revier sind dafür verschiedene Ausgleichsmaßnahmen vorgesehen.

Agnes Heftberger, Vorsitzende der Geschäftsführung von Microsoft Deutschland und Österreich, erklärte dazu: „Technologischer Fortschritt und Nachhaltigkeit müssen Hand in Hand gehen.“

Als Beispiel nennt Microsoft den Standort Bedburg. Dort sind unter anderem die Schaffung heimischer Lebensräume, Feuchtgebiete, Regenwasserrückhaltesysteme und ökologische Verbindungskorridore vorgesehen.

Der NABU sieht angesichts zunehmender Hitze- und Dürreperioden ebenfalls einen wachsenden Handlungsbedarf beim Landschaftswasserhaushalt. Dr. Ingo Ammermann, Bundesgeschäftsführer des Verbands, betont: „Der Handlungsbedarf das Wasserrückhaltepotenzial in der Landschaft wiederherzustellen, ist enorm.“

Zusammenarbeit zunächst für drei Jahre vereinbart

Die entsprechende Absichtserklärung wurde im Mai 2026 vereinbart und ist zunächst auf drei Jahre angelegt. Microsoft unterstützt die Projekte finanziell und mit technischer Expertise sowie freiwilligem Engagement seiner Mitarbeitenden. Der NABU übernimmt die naturschutzfachliche Entwicklung und Umsetzung und bindet regionale und lokale Partner ein.

Viva con Agua ist seit Juli 2025 als Partnerorganisation an Bildungs- und Sensibilisierungsmaßnahmen im Rheinischen Revier beteiligt. Die geplante Zusammenarbeit verbindet damit Renaturierungs- und Klimaanpassungsprojekte mit Bildungsangeboten und regionalem Engagement.

(red/Microsoft)

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