RDS-Fehler

Windows-Update-Panne: Microsoft reagiert mit Notfall-Patch

Windows Update
Bildquelle: Nwz/Shutterstock.com

Nach den September-Sicherheitsupdates hatten viele Windows-Systeme mit gestörten Remotedesktopdiensten zu kämpfen. Microsoft hat jetzt reagiert und außerplanmäßige Updates verteilt.

Wer im September seine Windows- oder Windows-Server-Installation aktualisiert hat, konnte anschließend Probleme mit den Remotedesktopdiensten (RDS) bekommen. RDP-Verbindungen scheiterten, Anmeldungen funktionierten nicht zuverlässig, und einzelne Server reagierten zeitweise überhaupt nicht mehr. Microsoft war das Problem bereits bekannt. Das Unternehmen hatte es in der vergangenen Woche öffentlich bestätigt, nachdem sich entsprechende Meldungen von Administratoren gehäuft hatten.

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Die Störung blieb dabei nicht auf RDS beschränkt. Auch die Microsoft Management Console, der Diagnosedienst für RDS-Lizenzierung, der Explorer sowie die Seite für Windows Update konnten in der Folge einfrieren oder gar nicht mehr reagieren.

Verfügbare Patches im Überblick

Am 14. September veröffentlichte Microsoft folgende außerplanmäßige Updates:

  • Windows 10, Version 21H2 und 22H2: KB5129236
  • Windows 11, Version 24H2 und 25H2: KB5129195
  • Windows 11, Version 26H1: KB5129194
  • Windows Server 2019: KB5129238
  • Windows Server 2022: KB5129237
  • Windows Server 2025: KB5129235

Bei den Server-Versionen korrigieren die Patches konkret jene Fehler, die durch die Updates KB5122871 (Windows Server 2025) und KB5122882 (Windows Server 2022) entstanden waren. Bis zur Fertigstellung dieser dauerhaften Lösung hatte Microsoft zunächst Workarounds über Gruppenrichtlinien bereitgestellt. Manche Administratoren behalfen sich zwischenzeitlich damit, die betreffenden September-Updates komplett zu deinstallieren. Das stellte zwar die Remotedesktop-Funktion wieder her, entfernte aber gleichzeitig auch die enthaltenen Sicherheitskorrekturen.

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Das Update für Windows 11 26H1 lässt sich über Windows Update, Windows Update for Business, den Microsoft Update Catalog und WSUS beziehen. Für die drei betroffenen Windows-Server-Versionen ist ausschließlich der Microsoft Update Catalog als Bezugsquelle vorgesehen. Auch die Patches für Windows 11 24H2/25H2 und Windows 10 21H2/22H2 zielen auf die gleiche RDS-Problematik ab.

Weitere Korrekturen bei Hyper-V und USB-Audio

Neben den RDS-Fehlern beheben die Updates für Windows 11 zusätzlich einen Fehler in Hyper-V. Dieser betraf Anwendungen, die mit vom Host Compute Service verwalteten virtuellen Maschinen arbeiten: Beim Teilen von Ordnern des Windows-Hosts mit Linux-VMs über das Protokoll Plan9 tauchten die freigegebenen Ordner in der Gastumgebung teils gar nicht auf oder waren nicht erreichbar.

Ebenfalls Teil der Patches ist eine Korrektur für bestimmte USB-Audio-Class-1.0-Geräte, die im Mehrkanalbetrieb, etwa bei 8-Kanal- oder 3D-Audio-Wiedergabe, Probleme bereiteten. Im normalen Stereomodus hätten diese Geräte laut Microsoft weiterhin einwandfrei funktioniert.

Damit sind aber nicht sämtliche durch die September-Updates ausgelösten Audioprobleme gelöst. Microsoft erklärt, dass nach der Installation des Sicherheitsupdates vom 8. September manche USB-Audio-Class-1.0-Geräte gar nicht mehr starten oder keinen Ton mehr ausgeben. Betroffene Nutzer sehen im Geräte-Manager teils den Fehlercode 10 mit der Meldung, das Gerät könne nicht gestartet werden. Zusätzlich können Lautstärkeregler sowie die Toneinstellungen insgesamt nicht mehr reagieren. Für dieses verbleibende Problem arbeitet Microsoft nach eigenen Angaben noch an einer Lösung.

(red)

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