Ausfall mit Verzögerung

Windows-Server-Updates legen Remote Desktop lahm

Windows 11
Bildquelle: reriyadi/Shutterstock.com

Die September-Updates für Windows Server 2019, 2022 und 2025 lassen Remote Desktop Services nach einiger Zeit ausfallen.

Nach Installation der September-Sicherheitsupdates vom diesjährigen Patch Tuesday berichten Windows-Administratoren von Ausfällen der Remote Desktop Services (RDS) auf Windows Server 2019, 2022 und 2025. Betroffen sind demnach die kumulativen Updates KB5122876 (Server 2019), KB5122882 (Server 2022) und KB5122871 (Server 2025). Nutzer können sich in der Folge nicht mehr per Remotedesktop verbinden, in manchen Fällen ist ein harter Neustart des Servers nötig, um die Funktion wiederherzustellen. Über das Problem berichtete zuerst das Portal BleepingComputer.

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Windows: Ausfall tritt meist mit Verzögerung auf

Laut zahlreichen Berichten im Reddit-Forum r/sysadmin funktionieren betroffene RDS-Server zunächst mehrere Stunden normal, bevor Verbindungen zu scheitern beginnen. Bestehende Remotedesktop-Sitzungen lassen sich dann teilweise nicht mehr ordnungsgemäß trennen oder abmelden, neue Verbindungsversuche bleiben während des Verbindungsaufbaus hängen und schlagen letztlich fehl. Auch BleepingComputer selbst erhielt Leserberichte über vergleichbare Probleme bei klassischen Terminalservern.

Ein Administrator berichtete, bei ihm seien sämtliche Terminalserver innerhalb eines Tages ausgefallen, wobei ein harter Neustart die einzige Abhilfe gewesen sei. Ein anderer Administrator beschrieb, die Remote Desktop Services hätten nach der Installation zunächst normal funktioniert, seien aber ab dem ersten Abmeldevorgang eines Nutzers abgestürzt, sodass sich anschließend niemand mehr anmelden konnte. Ein einfacher Neustart des Servers habe das Problem in diesem Fall nicht behoben.

Mögliche Ursache: Deadlock zwischen RDP und Sitzungsverwaltung

Ein Administrator, der das Problem auf einem Server 2022 näher untersuchte, berichtete im gleichen Reddit-Forum, der RDP-Dienst reagiere nicht mehr, sobald sich Nutzer abzumelden versuchten; eigene Fehleranalysen deuteten auf eine gegenseitige Blockade (Deadlock) zwischen dem Remotedesktop-Dienst und dem Local Session Manager hin, konkret an der Stelle RDPSERVERBASE!WDLIB_Close, für die offenbar kein Timeout hinterlegt sei. Microsoft hat diese Erklärung bislang nicht bestätigt.

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Keine offizielle Stellungnahme von Microsoft

Administratoren, die die September-Updates deinstalliert haben, berichten, dass dadurch die Remote-Desktop-Funktion wiederhergestellt wird. Allerdings entfallen mit der Deinstallation auch die in den Updates enthaltenen Sicherheitskorrekturen. BleepingComputer hat Microsoft um eine Stellungnahme gebeten, ob das Unternehmen von den gemeldeten Problemen weiß und ob ein Fix oder eine Abhilfemaßnahme verfügbar ist; bis zur Veröffentlichung des Berichts lag keine Antwort vor. Auch in den offiziellen Support-Hinweisen zu den betroffenen Updates ist das Problem bislang nicht als bekannter Fehler aufgeführt.

(red)

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