Seit dem Oktober-Update protokolliert Windows externe ReFS-Datenträger. Mit dem Update im Januar 2027 werden sie standardmäßig nicht mehr eingebunden.
Windows blockiert ab Januar ReFS auf USB-Laufwerken

Microsoft schränkt die Nutzung des Dateisystems ReFS (Resilient File System) auf Wechseldatenträgern ein. Ab dem Sicherheitsupdate im Januar 2027 bindet Windows ReFS-Volumes auf USB-Laufwerken und anderen extern angeschlossenen Datenträgern standardmäßig nicht mehr ein, sofern Administratoren die entsprechende Einstellung nicht ändern. Die Änderung gilt für alle unterstützten Windows-Versionen. Microsoft bezeichnet sie als Sicherheitshärtung.
„ReFS auf Wechseldatenträgern wie einem USB-Laufwerk ist keine unterstützte Konfiguration.”
Microsoft
Warum diese Konfiguration aus Sicherheitssicht problematisch ist, hat Microsoft nicht im Detail erläutert.
Zwei Phasen
Mit dem Sicherheitsupdate vom 13. Oktober 2026 hat die Audit-Phase begonnen. Windows bindet externe ReFS-Datenträger weiterhin ein, protokolliert sie aber. Im Systemprotokoll erscheint dann eine Warnung mit der Ereignis-ID 524 der Quelle ReFS. Bei jedem Systemstart erfasst Windows bis zu 32 betroffene externe Volumes. Mit dem Sicherheitsupdate im Januar 2027 beginnt die Durchsetzungsphase. Betroffene Datenträger werden dann nicht mehr eingebunden.
Neue Richtlinie für Administratoren
Gesteuert wird das Verhalten über die neue Einstellung RefsRemovableDeviceMountPolicy, die sich per Gruppenrichtlinie oder Registry setzen lässt. Der Wert 0 schaltet die Funktion ab, 1 aktiviert nur die Protokollierung, 2 blockiert betroffene Volumes. Bis zum Januar-Update gilt die Protokollierung als Standard, danach die Blockierung. Microsoft empfiehlt, vor der Aktivierung der Blockierung die Audit-Ereignisse auszuwerten, um Systeme mit ReFS auf Wechseldatenträgern zu finden, und wichtige Daten auf unterstützte Konfigurationen zu verlagern.
Daten bleiben erhalten
Die Blockierung löscht keine Daten, Windows kann aber nicht mehr auf die betroffenen Laufwerke zugreifen. Die meisten externen Datenträger für Privatnutzer sind mit NTFS, FAT32 oder exFAT formatiert und von der Änderung nicht betroffen. Für interne Laufwerke baut Microsoft ReFS dagegen weiter aus: Seit diesem Jahr können Windows 11 und Windows Server von ReFS-Volumes starten, zudem nutzt die Funktion Dev Drive für Entwickler das Dateisystem.
(red)




