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Sperrminorität

T-Mobile-Fusion: Telekom-Chef sucht Merz’ Segen

Knapp 29 Prozent der Telekom-Aktien liegen beim Staat. Damit wird Berlin zur entscheidenden Adresse für Tim Höttges, der die Verschmelzung mit T-Mobile US trotz Gegenwind weiterverfolgt.

T-Mobile-Fusion: Telekom-Chef sucht Merz’ Segen
Bildquelle: Ken Wolter / Shutterstock.com

Wer die Deutsche Telekom grundlegend umbauen will, kommt an der Bundesregierung nicht vorbei. Gemeinsam mit der staatlichen Förderbank KfW kontrolliert der Bund rund 28,6 Prozent des Konzerns. Das reicht, um wichtige Beschlüsse zu blockieren. Genau hier setzt Konzernchef Tim Höttges derzeit an: Nach Angaben von vier mit dem Vorgang vertrauten Personen gegenüber dem Handelsblatt bemüht er sich gezielt darum, Kanzler Friedrich Merz und dessen Regierung für den Zusammenschluss mit der US-Tochter zu gewinnen.

Worum es geht

Die Idee, die seit April öffentlich bekannt ist, sieht eine gemeinsame Dachgesellschaft vor. Ihre Aktien sollen parallel an der Nasdaq und in Europa notiert werden. Dieser Kompromiss soll Anleger auf beiden Seiten des Atlantiks halten.

Der eigentliche Reiz liegt in den Finanzströmen. Nach einer Verschmelzung stünden die amerikanischen Gewinne dem Gesamtkonzern vollständig zur Verfügung. Höttges könnte damit Investitionen außerhalb der USA, die Rückführung von Verbindlichkeiten oder Ausschüttungen an die Aktionäre bezahlen. Sein erklärtes Ziel ist ein Telekommunikationsriese, der international in der obersten Liga mitspielt.

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Widerstand aus mehreren Richtungen

Einfach wird das nicht. Ende Oktober meldete Bloomberg sogar, die Telekom habe das Projekt angehalten. Als Bremser nannte die Agentur zum einen Investoren wie den Hedgefonds Elliott, zum anderen die Arbeitnehmervertretung: Auch der Gesamtbetriebsrat der Telekom in Deutschland soll sich gegen die Pläne stellen. Aus dem Konzernumfeld kommt allerdings Widerspruch, von einem Rückzug könne keine Rede sein.

Ungeklärt ist unter anderem, wo die neue Holding ihren Sitz nehmen würde. Im Gespräch sind Branchenkreisen zufolge Irland und die Schweiz. Gleichzeitig heißt es aus anderen Quellen, Bonn solle das operative Zentrum bleiben.

(red)

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