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Lagerbestand verdoppelt

Apple: Speicherpreise drücken Marge auf bis zu 45 Prozent

CEO John Ternus nennt die Speicherpreise beispiellos und erwartet weitere Anstiege. Weitere Preiserhöhungen schließt Apple nicht aus.

Apple: Speicherpreise drücken Marge auf bis zu 45 Prozent
Bildquelle: HB Photo/Shutterstock.com

Apple rechnet wegen stark steigender Speicherpreise mit einer sinkenden Bruttomarge. Für das Weihnachtsquartal von Oktober bis Dezember erwartet der Konzern eine Bruttomarge von 45 bis 46 Prozent, nach 47,9 Prozent im September-Quartal. Analysten hatten im Schnitt 46,3 Prozent erwartet. Das gab Apple bei der Vorlage seiner Quartalszahlen am 2. November bekannt, der ersten Telefonkonferenz mit John Ternus als CEO.

„Was wir derzeit bei den Speicherpreisen sehen, ist beispiellos.”
John Ternus, Apple-CEO

Die Speicherkosten seien bereits im September-Quartal gestiegen, im Dezember-Quartal würden sie noch höher ausfallen, und auch danach erwartet Apple weitere Anstiege.

Rückerstattungen verdecken Rückgang

Die Bruttomarge im September-Quartal enthielt laut Apple einen positiven Effekt von rund einem Prozentpunkt durch die Rückerstattung von Zöllen. Ohne diese Rückerstattungen wäre die Marge laut Finanzchef Kevan Parekh gegenüber dem Juni-Quartal um etwa einen Prozentpunkt gesunken, vor allem wegen höherer Speicherkosten. Apple hat die meisten Rückerstattungen inzwischen erhalten. Neben dem Speicher belasten auch Kosten für die Einführung der KI-Version von Siri die Prognose. In der Mitte der Spanne läge die Marge auf dem niedrigsten Stand seit dem vierten Geschäftsquartal 2023.

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Lagerbestand verdoppelt

Apple hat seinen Lagerbestand im Vergleich zum Vorjahr auf 14,5 Milliarden US-Dollar mehr als verdoppelt. Das deutet darauf hin, dass der Konzern Speicher vor weiteren Preissteigerungen einkauft. Zudem erwartet Apple für Mac und iPad im laufenden Quartal eine knappe Verfügbarkeit. Ob Apple seine Preise weiter erhöht, ließ das Unternehmen offen. Die hohen Speicherpreise hätten jedoch Druck auf die Preise ausgeübt, sagte Ternus.

Im September-Quartal erzielte Apple einen Umsatz von 114,5 Milliarden Dollar, 12 Prozent mehr als im Vorjahr und ein Rekord für dieses Quartal. Der Gewinn je Aktie lag bei 2,10 Dollar, darin enthalten sind 5 Cent aus Zollrückerstattungen. Die Apple-Aktie fiel nach der Margenprognose vorbörslich um rund 4 Prozent.

Die Speicherhersteller erwarten keine schnelle Entspannung. SK hynix hat seine Produktion von DRAM und HBM nach eigenen Angaben bis 2029 faktisch ausverkauft, laut Gartner haben sich die Speicherpreise in den vergangenen zwölf Monaten mehr als verdoppelt. Ternus hatte die Lage bereits im Oktober gegenüber dem Magazin Time als Krise bezeichnet.

(red)

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