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Virtualisierung

VMware bringt mit vSphere Express wieder eine Einsteigerversion

Nach Jahren, in denen sich VMware unter Broadcom vor allem auf große Kunden konzentriert hat, gibt es wieder ein Angebot für kleine Installationen. vSphere Express ist auf 128 Kerne begrenzt und wird ausschließlich über Distributoren vertrieben.

VMware bringt mit vSphere Express wieder eine Einsteigerversion
Bildquelle: knelson20/Shutterstock.com

VMware hat mit vSphere Express ein neues Einstiegsangebot für seine Virtualisierungsplattform vorgestellt. Es richtet sich an Organisationen, die lediglich grundlegende Virtualisierungsfunktionen benötigen und mit den großen Bundles VMware Cloud Foundation (VCF) und VMware vSphere Foundation (VVF) wenig anfangen können. Damit reagiert die Broadcom-Tochter auf anhaltende Kritik vor allem kleiner und mittlerer Unternehmen.

vSphere Express bietet Kunden mit insgesamt 128 Kernen in allen Umgebungen zentrale Funktionen zur Rechenvirtualisierung in einer vereinfachten Benutzeroberfläche und erleichtert damit kleineren Umgebungen den Weg zur Modernisierung.

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Viele dieser Kunden hatten in den vergangenen Monaten berichtet, dass VMware sie zum Umstieg auf VCF gedrängt habe. Dabei handelt es sich um ein umfangreiches Private-Cloud-Paket mit zahlreichen Funktionen, die kleinere Firmen schlicht nicht brauchen, das aber entsprechend kostet.

9.600 US-Dollar pro Jahr, unabhängig von der Kernzahl

VMware selbst nennt keinen Preis. Ein Sprecher sagte The Register lediglich, die pro Kern lizenzierte Subscription werde deutlich günstiger ausfallen als VVF und VCF. Konkreter wird der IT-Distributor TD Synnex: Dort ist vSphere Express mit 9.600 US-Dollar pro Jahr für bis zu 128 Kerne gelistet.

Der Haken: Billiger wird es bei weniger Kernen nicht. Wer nur ein, zwei kleine Hosts betreibt, zahlt denselben Betrag wie ein Unternehmen, das das Kontingent voll ausschöpft. Für die kleinsten Installationen dürfte das Angebot damit weiterhin wenig attraktiv sein.

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Live-Migration ja, zentrale Verwaltung nein

Funktional beschränkt sich vSphere Express auf das Nötigste. Enthalten sind laut VMware vMotion für die Live-Migration laufender virtueller Maschinen sowie High Availability, die ausgefallene VMs automatisch neu startet.

Eine zentrale Verwaltung gibt es allerdings nicht. Wie Prashanth Shenoy, VP Product Marketing für VCF, gegenüber The Register erklärte, unterstützt das Produkt nur einzelne, voneinander getrennte Instanzen. Man habe verstärkt auf kleinere Kunden gehört, die keine VVF wollten, sondern nur die Kernfunktionen der Virtualisierung, sagte Shenoy laut SDxCentral.

Eine Kehrtwende nach der Übernahme

Das Angebot markiert einen bemerkenswerten Kurswechsel. Seit der Übernahme durch Broadcom hat sich VMware vor allem auf Großkunden konzentriert: Die Zahl der Channel-Partner wurde reduziert, das Produktportfolio auf wenige teure SKUs eingedampft.

Wirtschaftlich ist das für Broadcom bislang aufgegangen. Dass nun wieder ein schlankes Einstiegsprodukt kommt, deutet allerdings darauf hin, dass der Konzern sich um die Abwanderung kleinerer Kunden sorgt und dass die Lizenzpolitik Unternehmen aller Größen dazu bringt, sich nach Alternativen umzusehen.

(red)

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