Von USA geführt

Sam Altman fordert weltweite Aufsichtsbehörde für KI

Sam Altman
Bildquelle: FotoField/Shutterstock.com

OpenAI-Chef Sam Altman schlägt ein globales Kontrollorgan für künstliche Intelligenz vor. Gleichzeitig verliert ChatGPT Marktanteile an die Konkurrenz.

Der Gründer von OpenAI, Sam Altman, hat in einem Beitrag für die Financial Times die Einrichtung eines globalen Rahmens zur Kontrolle künstlicher Intelligenz gefordert. Er plädiert für ein von den USA geführtes internationales Gremium, das einheitliche Sicherheitsstandards durchsetzen und kommerziellen Druck bei der Entwicklung abfedern soll. Als Vorbilder nannte er internationale Standards der Luftfahrt sowie die Internationale Atomenergie-Organisation. Altman schrieb dazu:

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„Ein von den USA geführtes internationales Forum, das akzeptierte Standards festlegt, Experten- und unvoreingenommene Analysen von Fähigkeiten und Risiken bereitstellt und die Technologie Nationen und Unternehmen zur Verfügung stellt, die teilnehmen und die Regeln befolgen.“

Sam Altman, Gründer von OpenAI

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Zudem gibt es Berichte, wonach OpenAI der Trump-Administration eine Beteiligung von fünf Prozent vorgeschlagen hat.

Anthropic und Google gewinnen Marktanteile vor Sam Altmans OpenAI

Der bisherige Marktführer OpenAI gerät zunehmend unter Druck durch Konkurrenten wie Google und Anthropic. Daten des Marktforschungsunternehmens Similarweb zeigen, dass die monatlichen Zugriffe auf ChatGPT im Mai erstmals unter die absolute Mehrheit des gesamten Marktes für generative künstliche Intelligenz gefallen sind.

Laut Daten des Finanzdienstleisters Ramp hat Anthropic OpenAI bei den Geschäftsabonnements im Mai überholt. Während OpenAI seinen annualisierten Umsatz auf 25 bis 33 Milliarden US-Dollar beziffert, prognostizierte Anthropic im Mai einen Wert von 47 Milliarden US-Dollar. Anthropic erwartet die Profitabilität für das Jahr 2029 und damit ein Jahr vor OpenAI.

Verzögerte Produktivitätsgewinne in anderen Branchen

Außerhalb der Technologiebranche schlagen sich die Investitionen in künstliche Intelligenz noch nicht direkt in den Gewinnmargen der Unternehmen nieder. Analysten von Apollo Global Management weisen darauf hin, dass die Umsetzung in Sektoren wie dem Gesundheitswesen, dem Bankenwesen, der Logistik und dem öffentlichen Dienst wesentlich mehr Zeit in Anspruch nimmt als in der Softwareindustrie. Es besteht das Risiko, dass Unternehmenskunden ihre Budgets für KI-Anwendungen kürzen, wenn der wirtschaftliche Ertrag ausbleibt. Dies könnte die Umsatzmodelle der großen Cloud-Infrastrukturanbieter belasten, falls die Kosten für die Nutzung von KI-Modellen gegen Null sinken.

(red)

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