Microsoft startet die Public Preview von WSL-Containern. Entwickler können Linux-Container ohne Drittanbieter-Tools direkt unter Windows ausführen.
Microsoft hat eine öffentliche Vorschauversion (Public Preview) von Windows Subsystem for Linux (WSL) Containern freigegeben. Das Update integriert ein Befehlszeilenwerkzeug (CLI) und eine Programmierschnittstelle (API), mit denen Anwender Linux-Container ohne zusätzliche Software von Drittanbietern direkt in Windows-Anwendungen ausführen können. Die Erneuerung richtet sich insbesondere an Softwareentwickler in Unternehmensumgebungen, die Linux-Workloads auf vorgegebenen Windows-Endgeräten ausführen müssen.
Integration in Sicherheits- und Verwaltungswerkzeuge
Die neue Container-Funktion bietet direkte Verknüpfungen mit bestehenden Microsoft-Infrastrukturen. In einer privaten Vorschauversion wurde Microsoft Defender for Endpoint (MDE) aktualisiert, um Ereignisse innerhalb von Linux-Containern zu erfassen. Zudem stehen Steuerungseinstellungen in Microsoft Intune zur Verfügung, um WSL-Container zentral zu verwalten. Eine Vorabversion von Visual Studio Code (VS Code) unterstützt die Funktion ebenfalls, indem der Docker-Pfad in den Entwicklungseinstellungen auf wslc umgestellt werden kann. Das Unternehmen kommentiert den Nutzen der Neuerung wie folgt:
„WSL-Container machen es für Entwickler und Organisationen einfacher, containerisierte Workloads zu erstellen, zu testen und auszuführen, während sie gleichzeitig von der Sicherheit, Verwaltbarkeit und Integration der Windows-Plattform profitieren.“
Microsoft
Leistungssteigerung beim Dateisystem und Netzwerkbetrieb
Die Vorschauversion bringt technische Leistungsverbesserungen mit sich, darunter ein neues Standarddateisystem für WSL-Container. Nach Angaben von Microsoft verdoppelt dieses System die Geschwindigkeit beim Zugriff auf Windows-Dateien. Ein neuer Standardnetzwerkmodus soll die Kompatibilität erhöhen, während optimierte Techniken zur Speicherbereinigung das Ressourcenmanagement verbessern.
Diese spezifischen Leistungsänderungen sind innerhalb der allgemeinen WSL-Umgebung jedoch nicht standardmäßig aktiv. Microsoft begründet diese Einschränkung wie folgt: „Da diese Änderungen geschäftskritische Pfade wie den Dateisystemzugriff und das Netzwerk betreffen, sind sie vorerst nur im WSL-Container aktiviert.“
(red)