Angreifer drangen im September in die E-Commerce-Plattform des Modehändlers ein. Betroffen sind gespeicherte Kartennummern und Ablaufdaten.
Revolve: Kartendaten von mindestens 180.000 Kunden gestohlen

Unbekannte Angreifer sind in die E-Commerce-Plattform des US-Online-Modehändlers Revolve eingedrungen und haben persönliche Daten und Zahlungskartendaten von Kunden gestohlen. Den unbefugten Zugriff stellte das Unternehmen am 11. September 2026 fest. Laut Revolve konnten die Angreifer Namen, Adressen, Kartennummern und Ablaufdaten von Kunden einsehen und abfließen lassen, die ihre Zahlungsdaten in ihrem Kundenkonto gespeichert hatten. Prüfnummern der Karten werden in den Berichten nicht genannt.
Mindestens 179.259 Betroffene
Wie viele Kunden insgesamt betroffen sind, hat Revolve nicht mitgeteilt. Laut den Meldungen an die Generalstaatsanwaltschaften der US-Bundesstaaten Iowa, Massachusetts, Texas und Vermont hat das Unternehmen aber mindestens 179.259 Personen benachrichtigt. Allein in Texas sind es 127.200. Ob Kunden außerhalb der USA betroffen sind, geht aus den Unterlagen nicht hervor. Revolve bietet den Betroffenen keinen kostenlosen Schutz vor Identitätsdiebstahl an.
„Dieser Vorfall hat zu keinen Betriebsstörungen oder Unterbrechungen des Dienstes für Kunden geführt, und zum Datum dieses Berichts geht das Unternehmen nicht davon aus, dass der Vorfall wesentliche Auswirkungen auf sein Geschäft haben wird.“
Revolve
Täter und Vorgehen unbekannt
Wer hinter dem Angriff steckt und wie die Angreifer eingedrungen sind, hat Revolve nicht mitgeteilt. Laut der Meldung an die SEC verschafften sie sich Zugang zu mehreren Systemen des Unternehmens. Revolve hat nach eigenen Angaben den Zugriff unterbunden, Strafverfolgungsbehörden eingeschaltet und externe Sicherheitsexperten hinzugezogen. Revolve arbeitet mit mehr als 1.600 Marken aus den Bereichen Bekleidung, Schuhe und Accessoires zusammen.
Mit Kartennummer, Ablaufdatum, Name und Adresse lassen sich Zahlungen im Onlinehandel versuchen, bei denen die physische Karte nicht vorgelegt werden muss. Betroffene sollten ihre Kreditkartenabrechnungen auf unbekannte Buchungen prüfen und ihre Karte bei Verdacht sperren lassen.
(red)




