Automatische Blockierung statt Genehmigungspflicht

Microsoft Teams erlaubt Admins automatisches Blockieren externer Bots

Microsoft Teams
Quelle: wichayada suwanachun / Shutterstock.com

Microsoft führt für Teams eine neue Richtlinie zum Meeting-Schutz ein, mit der Administratoren externe Bots automatisch am Beitritt zu Besprechungen hindern können.

Die neue Funktion baut auf einer bereits im Juni eingeführten Teams-Richtlinie auf, die erkannte Bots im Warteraum kennzeichnet und für deren Beitritt bislang eine ausdrückliche Genehmigung durch den Organisator voraussetzte. Die neue Richtlinie geht nun einen Schritt weiter und verhindert den Beitritt externer Bots automatisch, ohne dass eine gesonderte Bestätigung durch den Organisator mehr nötig ist. Microsoft erklärte dazu in einem Update im Microsoft-365-Nachrichtencenter, Organisationen könnten damit die Sicherheit ihrer Besprechungen stärken und Administratoren erhielten zusätzliche Kontrolle über den Umgang mit erkannten Bots.

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Die neue Verwaltungsrichtlinie wird im Rahmen eines gezielten Rollouts bis Ende August ausgerollt und soll bis Ende September weltweit allgemein verfügbar sein. Zu finden ist sie unter den Einstellungen zur Bot-Verwaltung im Teams Admin Center, sie ist standardmäßig deaktiviert und muss von Administratoren aktiviert und vorab geprüft werden. Nach der Aktivierung lässt sich die Richtlinie über die bestehende Verwaltung von Teams-Meeting-Richtlinien gezielt einzelnen Nutzern oder Gruppen zuweisen.

Reaktion auf zunehmenden Missbrauch von Teams für Angriffe

Die Änderung soll verhindern, dass sowohl reguläre Drittanbieter-Bots, etwa für Notizen oder Transkription, als auch von Angreifern kontrollierte, bösartige Anwendungen unbemerkt an Besprechungen teilnehmen, ohne dass Teilnehmende und Organisatoren erkennen, dass ein nicht-menschlicher Teilnehmer hinzugefügt wurde. Microsoft hatte bereits im April vor einer Zunahme von Angriffen gewarnt, bei denen sich Angreifer als IT- oder Helpdesk-Mitarbeiter ausgeben und Beschäftigte über mandantenübergreifende Chats dazu bringen, Fernzugriff auf ihre Systeme zu gewähren. Bereits seit Dezember können Administratoren zudem über das Defender-Portal gezielt externe Teams-Nutzer blockieren, um Cyberkriminellen, darunter auch Ransomware-Gruppen, entgegenzuwirken, die Teams für Social-Engineering-Angriffe missbrauchen.

Für die kommenden Monate kündigte Microsoft bereits im Juni weitere Verwaltungsfunktionen an, darunter Richtlinien zur vollständigen Sperrung externer Bots, Positivlisten für zugelassene Bots, Auswertungen und Prüfprotokolle zu Bot-Erkennung sowie feinere Kontrollmöglichkeiten für unterschiedliche Sicherheitsanforderungen.

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(red)

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