Microsoft hat Publisher im Oktober eingestellt. Die Document Foundation verweist darauf, dass LibreOffice Draw .pub-Dateien öffnen und konvertieren kann.
Nach Microsoft-Publisher-Aus: LibreOffice bietet Ausweg

Nach dem Aus für Microsoft Publisher wirbt The Document Foundation damit, dass sich Dateien des Programms mit der freien Bürosoftware LibreOffice weiter nutzen lassen. In einem Blogbeitrag erklärte die Stiftung hinter LibreOffice, die Komponente LibreOffice Draw könne .pub-Dateien öffnen, anzeigen und bearbeiten sowie in das OpenDocument Format (ODF) und andere gängige Formate umwandeln.
Publisher nach 35 Jahren eingestellt
Microsoft hatte das Ende von Publisher im Februar 2024 angekündigt. Das Desktop-Publishing-Programm war seit 1991 auf dem Markt. Im Oktober 2026 hat Microsoft es aus dem Abonnement Microsoft 365 entfernt. Abonnenten können .pub-Dateien seitdem nicht mehr in Publisher öffnen oder bearbeiten. Für Publisher 2021 und Office LTSC 2021 endete der Support am 13. Oktober. Bereits installierte Kaufversionen lassen sich weiter nutzen, erhalten aber keine Sicherheitsupdates mehr. Microsoft empfiehlt, vorhandene Dateien in die Formate PDF oder DOCX umzuwandeln. Andere Microsoft-Programme wie Word oder PowerPoint können .pub-Dateien nicht öffnen.
Format per Reverse Engineering erschlossen
LibreOffice nutzt für den Import die Bibliothek libmspub, die das proprietäre .pub-Format per Reverse Engineering lesbar macht. Sie funktioniert ohne installiertes Publisher. Die Document Foundation hält eine Umwandlung in PDF oder DOCX für unzureichend und empfiehlt das offene Format ODF, in dem Layouts bearbeitbar bleiben.
Die Dokumentation von LibreOffice nennt als offiziell unterstützten Importbereich die Publisher-Versionen 98 bis 2010. Bei Dateien aus neueren Versionen kann es laut Berichten zu Abweichungen bei Schriften, Textfluss und Grafiken kommen, vor allem bei komplexen Layouts. Ein Export zurück in das .pub-Format ist mit LibreOffice nicht möglich.
Organisationen mit umfangreichen Publisher-Beständen sollten wichtige Dateien sichten und testen, ob sich Layouts nach der Umwandlung korrekt darstellen lassen.
(red)




