Laut einer Kaspersky-Studie nennen 41 Prozent der Großunternehmen weltweit die Einführung von KI als wichtigsten Grund für steigende IT-Sicherheitsbudgets.
Gleichzeitig treiben 81 Prozent die Einführung interner KI-Lösungen aktiv voran. Neben der KI-Einführung nennen 36 Prozent der befragten Großunternehmen steigende Kosten durch IT-Sicherheitsverletzungen als Grund für höhere Budgets, 35 Prozent einen kürzlich erlebten oder knapp verhinderten Sicherheitsvorfall. Bei den größten Bedrohungen liegen laut Studie Phishing mit 22 Prozent und groß angelegte Malware-Angriffe mit 20 Prozent vorn, KI-Schwachstellen folgen bereits mit 19 Prozent knapp dahinter.
Schatten-KI als zusätzliches Risiko
Neben externen Bedrohungen sehen Unternehmen auch im unkontrollierten Einsatz von KI-Tools Dritter durch die eigene Belegschaft, etwa ChatGPT oder DeepSeek, ein Risiko. 31 Prozent der Befragten nannten diese sogenannte Schatten-KI als häufigen Risikofaktor. 59 Prozent der Organisationen erlauben den Einsatz solcher Tools deshalb nur unter Auflagen, etwa dem Verbot, Firmennamen oder interne Dokumente einzugeben. 23 Prozent gewähren uneingeschränkten Zugriff, bieten dafür aber Schulungen und Leitlinien für den sicheren Umgang an.
IT-Sicherheitsbudgets: Interne KI-Lösungen auf dem Vormarsch
81 Prozent der Großunternehmen evaluieren oder implementieren bereits interne, auf großen Sprachmodellen basierende KI-Tools, 18 Prozent haben diese fest in ihre Arbeitsabläufe integriert. Als Ziele nennen jeweils 59 Prozent der Unternehmen mit eigenen KI-Lösungen eine höhere Prozesseffizienz, weniger menschliche Fehler und eine bessere Ergebnisqualität für Kunden. Vladislav Tushkanov, Group Manager im Kaspersky AI Technology Research Center, erklärte dazu:
„Mit der Einführung von KI, die Geschäftsprozesse beschleunigt und Routineaufgaben übernimmt, nehmen auch Sicherheitsrisiken wie KI-Schwachstellen und Schatten-KI zu.“
Vladislav Tushkanov, Group Manager im Kaspersky AI Technology Research Center
Für die Studie befragte das Kaspersky Internal Research Center 1.800 IT- und Cybersicherheitsentscheider sowie Fachkräfte aus 18 Ländern, darunter Deutschland, in Branchen wie IT, Fertigung, Finanzwesen sowie Einzel- und Großhandel.
(Kaspersky/red)