Der modulare Linux-Handheld Mecha Comet hat auf der Plattform Kickstarter mehr als 1,19 Millionen US-Dollar von 3.346 Unterstützern eingesammelt.
Das ursprünglichen Finanzierungsziel lag bei lediglich 50.000 US-Dollar. Das Gerät soll im Oktober oder November ausgeliefert werden, Vorbestellungen sind weiterhin über die Website des Herstellers möglich.
Der Mecha Comet ist etwas größer und schwerer als ein gewöhnliches Smartphone und verfügt über ein 4 Zoll großes AMOLED-Display, Mikrofone, Lautsprecher, einen SIM-Kartenschacht, zwei USB-Anschlüsse sowie einen Mini-HDMI-Ausgang. Für zusätzliche Sicherheit sorgen drei separate physische Schalter zum Deaktivieren von WLAN, Mikrofon und Kamera, ergänzt um einen Boot-Modus-Schalter für die SD-Karte sowie drei Pins für den direkten Zugriff auf die Debug-Konsole. Anstelle des mitgelieferten Akkus lässt sich das Gerät alternativ auch direkt über USB Power Delivery betreiben.
Zum modularen Konzept gehören mehrere magnetisch andockbare Erweiterungen, darunter eine Tastatur mit programmierbarer Hintergrundbeleuchtung, ein Gamepad sowie ein sogenanntes IO-Breakout-Modul, das 40 Kontaktstifte für eigene Module, Sensoren und Mikrocontroller freilegt. Sämtliche Erweiterungen basieren auf offen zugänglicher Hardware. Firmengründer Shoaib Merchant kündigte in diesem Zusammenhang an, sich auf weitere Community-Designs in den kommenden Monaten zu freuen.
Speziell angepasste Linux-Distribution ab Werk
Das Gerät läuft ab Werk mit einer eigens für die Hardware optimierten Linux-Distribution und bringt dabei native Anwendungen für Musik, Notizen, Einstellungen und Dateiverwaltung mit, ergänzt um eine vollwertige Terminal-App. Ein Systemauf-Chip-integrierter neuronaler Prozessor eröffnet zudem die Möglichkeit, KI-Anwendungen direkt auf dem Gerät auszuführen, eine Funktion, die in preisgünstigeren Smartphones bislang kaum verfügbar ist. Nach Einschätzung des Fachportals How-To Geek könnte der Mecha Comet damit richtungsweisend für künftige Linux-Smartphones werden.
(red)