Treffpunkt für KI-Entwickler

In Pekinger KI-Bar gibt es DeepSeek-Zugang gratis zum Bier dazu

Bier
Bildquelle: Anton Vierietin/Shutterstock.com

Bar-Betreiber Song De stellt Gästen kostenlosen, unbegrenzten Zugang zu DeepSeek-Rechenleistung fürs Programmieren zur Verfügung.

Eine im Pekinger Technologieviertel Zhongguancun gelegene Bar mit dem Namen AGI Bar hat sich zu einem Treffpunkt für KI-Entwickler, Investoren und Studierende entwickelt. Song, ein selbstständiger KI-Entwickler in seinen Dreißigern, eröffnete die nach dem Konzept der künstlichen allgemeinen Intelligenz benannte Bar im vergangenen Jahr in der als Startup-Straße bekannten Inno Way im Pekinger Bezirk Haidian, nur wenige Schritte von den renommierten Universitäten Tsinghua und Peking sowie von Büros bekannter chinesischer und westlicher Technologieunternehmen entfernt, darunter DeepSeek und Microsoft.

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Die Bar veranstaltete bereits Feiern für chinesische KI-Labore wie Z.ai und richtet regelmäßig Entwicklertreffen, Open-Source-Symposien sowie universitäre Forschungstreffen aus. Im Innenraum hängen Logos und Merchandise-Artikel großer chinesischer KI-Unternehmen an den Wänden, vor dem Eingang steht der große Messinggong, den Z.ai bei seinem Börsengang an der Hongkonger Börse im Januar schlug.

Das Aushängeschild der Bar ist ein für 9,9 Yuan, umgerechnet rund 1,50 US-Dollar, verkauftes Bierglas namens AGI. Über das WLAN der Bar können Gäste zudem kostenlos und unbegrenzt DeepSeek-Rechenleistung fürs Programmieren nutzen, bereitgestellt über zwei sichtbar aufgestellte Nvidia-DGX-Spark-Computer. Song begründet das Konzept damit, KI solle künftig eine öffentliche Grundversorgung wie Wasser, Strom oder Internet sein, ähnlich einem offen zugänglichen WLAN.

Automatisierter Betrieb, aber weiterhin defizitär

Song hat große Teile des Bar-Betriebs, darunter Lagerbestand, Reservierungen, Versorgungsleistungen und Mitgliederverwaltung, bereits über einen eigenen KI-Agenten automatisiert. Angesichts der großen Nachfrage plant er, die Fläche der Pekinger Bar in diesem Jahr zu erweitern und künftig humanoide Roboter zur Bedienung der Gäste einzusetzen, eine Filiale in Shanghai eröffnete er bereits im Juni. Wirtschaftlich trägt sich das Konzept bislang jedoch nicht: Nach eigenen Angaben verschenkt die Bar rund zehnmal so viele Getränke, wie sie tatsächlich verkauft, und macht insgesamt durchgehend Verlust.

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(red)

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