Ein neues Ranking bewertet 500 KI-Firmen. Während Transparenz hoch punktet, offenbart die IT-Sicherheit drastische Lücken.
Das IT-Sicherheitsportal Cybernews hat das „AI Trustworthiness Ranking 2026“ veröffentlicht. Die Untersuchung bewertet 500 KI-Unternehmen aus 36 Ländern in vier Kernbereichen: IT-Sicherheit, Datenschutz, organisatorische Transparenz und öffentliche Wahrnehmung.
Auf dem ersten Platz des Gesamtrankings landet Googles KI-Assistent Gemini, gefolgt von Anbietern wie Krisp, Fireflies.ai, Adobe, Magnific und Salesforce. Über alle Kategorien hinweg zeigen sich jedoch deutliche Schwachstellen. Während die Unternehmen im Bereich der organisatorischen Transparenz im Schnitt 90 von 100 Punkten erreichten, schnitt die IT-Sicherheit mit durchschnittlich nur 32 von 100 Punkten am schlechtesten ab.
Ranking: Mangelhafte Angaben zu Datennutzung und Speicherdauer
Bei der Analyse der Datenschutzbestimmungen identifizierte Cybernews erhebliche Transparenzlücken:
- Modelltraining: 63 Prozent der analysierten KI-Anbieter informieren Nutzer nicht eindeutig darüber, ob deren Eingaben zum Training eigener KI-Modelle verwendet werden (42 Prozent erwähnen das Thema gar nicht, 21 Prozent nur vage).
- Speicherdauer: 65 Prozent der Unternehmen machen keine klaren Angaben dazu, wie lange Nutzerdaten gespeichert oder wann sie gelöscht werden.
Nach Branchen schnitten Anwendungen aus dem Bereich Büro und Produktivität mit durchschnittlich 78 Punkten am besten ab. Plattformen aus den Bereichen Musik und Audio bildeten mit durchschnittlich 54 Punkten das Schlusslicht.
Unternehmen, die Datenschutz und Sicherheits-Governance klar nachweisen, werden laut den Studienautoren künftig einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil bei der Gunst der Anwender genießen.
(Cybernews/red)