DeepSeek hat V4-Pro-0813 veröffentlicht. Das KI-Modell zeigt Schwächen in Benchmarks, überzeugt aber beim Erkennen von Sicherheitslücken.
Das chinesische KI-Start-up DeepSeek hat am 13. August 2026 eine überarbeitete Version seines Spitzenmodells unter dem Namen DeepSeek-V4-Pro-0813 bereitgestellt. Das Update folgte auf das im Juli veröffentlichte V4-Flash-Modell. Das Unternehmen erklärte auf seiner Website kurzzeitig, das Modell biete „deutlich verbesserte Agenten-Fähigkeiten“, bevor der Hinweis wieder entfernt wurde.
In ersten Benchmark-Tests zeigte das Modell schwankende Leistungen. Auf dem Artificial Analysis Intelligence Index erreichte es 53 Punkte und lag damit auf einem Niveau mit GLM-5.2 von Zhipu AI, jedoch hinter Modellen der Serie GPT-5.6 von OpenAI und Kimi K3 von Moonshot AI. Im Vals-Index für komplexe Aufgaben belegte die Anwendung Rang 12. Schwächen traten laut Analysten insbesondere bei der Aufgabenbewältigung in isolierten Terminal-Umgebungen sowie bei der Erstellung komplexer Finanzmodelle in Excel auf.
Stärken in der Cybersicherheit und Preisstruktur
Trotz der verhaltenen Resonanz bei allgemeinen Benchmarks überzeugte das Modell im Bereich der IT-Sicherheit. Nach Analysen des belgischen Cybersicherheitsunternehmens Aikido Security übertraf DeepSeek-V4-Pro-0813 alle anderen getesteten Modelle beim Aufspüren von Systemschwachstellen. Obwohl die Präzision stellenweise gering war, identifizierte das Modell deutlich mehr Sicherheitslücken als Konkurrenzsysteme wie Claude Opus 5 von Anthropic oder Qwen 3.8 von Alibaba.
Die Preisgestaltung für die Nutzung über die Schnittstelle stieß auf gemischte Reaktionen. Die Kosten belaufen sich auf 44 US-Cent pro Million Eingabe-Tokens und 87 US-Cent pro Million Ausgabe-Tokens. Damit ist der Ausführungspreis leicht höher als bei leichten Modellen wie GPT-5.6 Luna, jedoch deutlich günstiger als bei Kimi K3. DeepSeek kündigte aufgrund der hohen Nachfrage bereits künftige Preisanpassungen an.
Geplante Erweiterungen für autonome Agenten
Neben dem Modell-Update bereitet DeepSeek die Einführung eines Frameworks namens DeepSeek Harness vor. Die Software soll großen Sprachmodellen ermöglichen, als autonome KI-Agenten zu agieren, ähnlich wie bestehende Entwickler-Werkzeuge.
Open-Source-Entwickler wurden bereits eingeladen, sich an der Beta-Testphase für die neue Plattform zu beteiligen. Eine offizielle technische Dokumentation zum Modell 0813 steht bislang noch aus.
(red)