Recruiting

IT-Entscheider stellen lieber Gamer ein

IT-Entscheider wollen Zocker in ihrem Team. Wer Gaming-Erfahrung im Lebenslauf angibt, hat laut einer neuen Befragung unter IT-Entscheidungsträgern bessere Chancen auf den Job.

Der Grund dafür liegt offenbar darin, dass viele Führungskräfte selbst leidenschaftlich spielen und daraus einen direkten Nutzen für den Arbeitsalltag ableiten. 82 Prozent der befragten IT-Entscheider gaben laut Logitech an, einen Bewerber eher zu berücksichtigen, wenn dieser Gaming als Fähigkeit im Lebenslauf aufführt. 23,3 Prozent sagten sogar, das mache sie deutlich wahrscheinlicher, jemanden einzustellen. Negativ bewerten das gerade einmal 0,8 Prozent der Befragten, Gaming-Erfahrung schadet einer Bewerbung also so gut wie nie.

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Als Begründung führen die Personalverantwortlichen vor allem Fähigkeiten an, die sich aus dem Spielen ableiten lassen. Dazu zählen Koordination im Multiplayer, Führungserfahrung etwa durch das Leiten von Raid-Gruppen und strategisches Denken. Aus Sicht der Hiring-Manager übersetzen sich solche Erfahrungen in reale Kompetenzen wie Teamarbeit, technische Anpassungsfähigkeit und Flexibilität.

IT-Chefs zocken selbst

Dass Gaming bei der Personalauswahl so positiv bewertet wird, dürfte auch daran liegen, dass die Entscheider selbst zur Zielgruppe gehören. Befragt wurden für die Studie 600 IT-Entscheidungsträger aus den USA, Großbritannien und Australien, und die zocken selbst kräftig mit. 82,7 Prozent der Befragten spielen täglich, 28,2 Prozent sogar mehrmals am Tag. Kein Teilnehmer der Studie kommt auf weniger als fünf Stunden Spielzeit pro Woche, 59,2 Prozent spielen zehn Stunden oder mehr. Die meisten sind zudem erfahrene Spieler: 95,5 Prozent zocken seit sechs Jahren oder länger, über 23 Prozent sogar seit mehr als zwei Jahrzehnten.

98,8 Prozent der Befragten sehen einen direkten Zusammenhang zwischen ihren Gaming-Gewohnheiten und den Fähigkeiten, die sie im Job brauchen. Am häufigsten genannt werden strategisches Denken (65,7 Prozent), komplexe Problemlösung (65,5 Prozent), das Arbeiten auf ein gemeinsames Ziel hin (64,3 Prozent), Teamarbeit im Allgemeinen (64,2 Prozent), Arbeiten unter Druck (63,5 Prozent) sowie Multitasking und Priorisierung (61,5 Prozent). Konkret sehen viele einen Nutzen darin, sich schnell in neue Systeme einzuarbeiten (38 Prozent), Entscheidungen bei unvollständiger Informationslage zu treffen (37,3 Prozent) und technische Spezifikationen zu bewerten (35,5 Prozent).

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Auch bei der Softwareauswahl spielt Gaming eine Rolle

Der positive Blick aufs Gaming endet nicht bei der Personalauswahl. Auch bei der Bewertung von Enterprise-Software schwingt die eigene Gaming-Erfahrung mit. 98,2 Prozent der Befragten meinen, Marken mit erfolgreichen Gaming-Produkten würden Performance und Nutzererfahrung besser verstehen. 97 Prozent vertrauen Enterprise-Tech-Anbietern eher, wenn diese auch starke Consumer- oder Gaming-Produkte im Portfolio haben. Für die kommenden drei Jahre erwarten 90,8 Prozent, dass Gaming-Standards zunehmend auch die Business-IT prägen werden, etwa bei Performance, Geräteintegration und Wireless-Zuverlässigkeit.

(red)

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