In der Gemini-Desktop-App für macOS ist eine versteckte Einstellung aufgetaucht. Sie würde der KI Zugriff auf alle Dateien und Apps wie Mail erlauben.
Gemini für Mac: Google testet vollen Systemzugriff

Google testet offenbar eine Funktion, mit der Gemini auf dem Mac eigenständig auf Dateien, Apps und das Web zugreifen kann. Der Account TestingCatalog hat in der Gemini-Desktop-App für macOS Verweise auf eine versteckte Einstellung namens „Additional sandbox options“ entdeckt. Die Funktion ist noch nicht verfügbar, Google hat sie nicht bestätigt.
Zugriff auch außerhalb freigegebener Ordner
Ist die Einstellung aktiviert, könnte Gemini Dateien an beliebiger Stelle auf dem Rechner lesen, anlegen, ändern und löschen, also auch außerhalb der Ordner, die Nutzer ausdrücklich mit Gemini verbunden haben. Laut einem Hinweisfenster in der App könnte die KI zudem mit Anwendungen wie Mail, Safari oder Nachrichten interagieren und darüber Aktionen ausführen.
„Je nach aktivierten Einstellungen kann Gemini möglicherweise Aktionen ausführen, ohne Sie vorher um Erlaubnis zu fragen“, heißt es in der versteckten Oberfläche.
Bestätigung bei Käufen und Überweisungen
Für bestimmte Aktionen soll Gemini weiterhin eine Bestätigung einholen. Dazu gehören Käufe und Geldüberweisungen, das Anlegen von Online-Konten, das Akzeptieren rechtlicher Bedingungen im Namen des Nutzers und das Ändern sensibler persönlicher Informationen.
Die Einstellung ist offenbar Teil von Googles Plänen, Gemini Computer-Use-Fähigkeiten zu geben. Die KI soll dann über Dateien, Websites und native Apps hinweg arbeiten statt nur in einem Chatfenster. Vergleichbare Funktionen bietet Anthropic bereits für Claude an. Wann Google die Funktion einführt und welches Gemini-Modell sie nutzen soll, ist nicht bekannt. Laut BleepingComputer erwägt Apple zudem, KI-Agenten den Zugriff auf persönliche Dateien und Daten auf dem Mac zu erschweren.
(red)




