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Spitze im Intelligence Index

Google präsentiert Frontier-Modell Gemini 4 Carbon

Das Modell führt laut Google mehrere Cybersecurity-Benchmarks an und steht zunächst nur ausgewählten Verteidigern zur Verfügung.

Google präsentiert Frontier-Modell Gemini 4 Carbon
Bildquelle: Screenshot/Google

Google hat sein neues Frontier-Modell Gemini 4 Carbon vorgestellt. Es soll vor allem bei Cybersicherheit und bei Aufgaben über lange Zeiträume deutliche Fortschritte bringen. Die Veröffentlichung folgt weniger als eine Woche nach der Vorstellung von Gemini 4 Argon.

„Es zeigt deutliche Fortschritte bei Programmier- und agentischen Aufgaben sowie bei zentralen Fähigkeiten für die Cyberabwehr und erreicht eine klare Führung bei SEC-bench Pro (88,2 %) für das Finden von Schwachstellen, ExploitGym (54,8 %) für die Ausnutzung und CWE-bench (71,0 %) für das Patchen.”
Koray Kavukcuoglu, Senior Vice President von Google DeepMind und Chief AI Architect bei Google

Spitze im Intelligence Index

Im Intelligence Index des unabhängigen Analyseunternehmens Artificial Analysis erreicht Gemini 4 Carbon 59 Punkte und liegt damit knapp vor Claude Opus 5.5 von Anthropic mit 58 Punkten sowie GPT-6 Astra mit 57 und GPT-6.1 Sol mit 55 Punkten von OpenAI. Laut Google erzeugt Carbon doppelt so häufig sicheren Code wie Argon. Zudem soll das Modell bei komplexen oder unter Druck stehenden Aufgaben bei Unklarheiten nachfragen, statt zu raten oder einen Weg zu erzwingen. In Googles Tests widerstand es allen geprüften Angriffen mit indirekter Prompt Injection. Unabhängige Tests dazu liegen noch nicht vor.

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Zugang zunächst für Verteidiger

Wie bei früheren Modellen begrenzt Google den Zugang zunächst auf eine Auswahl von Organisationen aus der Cyberabwehr. Anschließend soll er über das Fairwind-Programm auf weitere vertrauenswürdige Partner ausgeweitet werden. Google beteiligt sich nach eigenen Angaben zudem am freiwilligen Verfahren der US-Regierung, bei dem Modelle vor ihrer Veröffentlichung getestet werden.

Weitere Modelle mit Cyberfähigkeiten

Parallel hat OpenAI das Modell GPT-6.1 Terra veröffentlicht, das auf Kommunikation und Aufgaben am Computer ausgelegt ist. Es erreicht nach OpenAIs Bewertungsrahmen die Stufe „kritisch” für Cybersicherheitsfähigkeiten und behält die für GPT-6 Astra entwickelten Schutzmaßnahmen bei. Anthropic hatte in derselben Woche berichtet, dass ein internes, nicht veröffentlichtes Forschungsmodell kritische Lücken in verbreiteter Software gefunden hat. Darunter waren eine Codeausführung per Klick in Chrome, eine Exploit-Kette in Safari, eine Umgehung der Sperrbildschirms unter Android und eine Denial-of-Service-Lücke im Windows-Treiber HTTP.sys (CVE-2026-33096). Google, Apple und Microsoft haben die Lücken inzwischen geschlossen.

(red)

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