Google DeepMind stellt Gemini 3.5 Flash Cyber vor. Das Spezialmodell entdeckt und behebt Schwachstellen im Quellcode für Regierungen und Partner.
Google DeepMind hat das spezialisierte KI-Modell Gemini 3.5 Flash Cyber vorgestellt, das darauf ausgelegt ist, Sicherheitslücken in Software-Quelltexten zu identifizieren, zu verifizieren und Korrekturen anzubieten. Das System basiert auf Gemini 3.5 Flash und wird im Rahmen eines beschränkten Pilotprogramms über den KI-Agenten CodeMender für Regierungen und ausgewählte Partner bereitgestellt. Durch die Bauweise als leichtgewichtiges Modell soll CodeMender in der Lage sein, Quellcode-Pfade in hoher Frequenz und zu geringen Ausführungskosten abzutasten.
Testergebnisse bei komplexen Software-Projekten
In internen Evaluationen von Google DeepMind übertraf das Modell andere Sprachmodelle bei der Erkennung unbekannter Schwachstellen. Beim Test an der V8-JavaScript-Engine identifizierte Gemini 3.5 Flash Cyber bei einer festen Anzahl von Abfragen 55 bestätigte Sicherheitsprobleme, verglichen mit 47 Problemen durch Gemini 3.5 Flash und 36 durch Anthropic Claude Opus 4.6. Zehn dieser Lücken wurden ausschließlich von dem neuen Spezialmodell entdeckt. Zudem wurde das System an komplexen Quellcode-Basisprojekten wie Google Chrome und Apple Safari getestet.
Kontrollierter Zugang und Schutzmaßnahmen gegen Missbrauch
Aufgrund des potenziell zweiseitigen Nutzens von Technologien zur automatisierten Schwachstellensuche beschränkt Google den Zugriff auf das Modell. Die Sicherheitsverantwortlichen Raluca Ada Popa und Four Flynn erklärten die Bereitstellungsstrategie folgendermaßen:
„Als Teil eines Pilotprogramms mit beschränktem Zugang wird 3.5 Flash Cyber exklusiv Regierungen und vertrauenswürdigen Partnern über CodeMender zur Verfügung stehen und im Laufe der Zeit erweitert. Dies verschafft Verteidigern an vorderster Front einen Vorsprung beim Finden und Beheben kritischer Schwachstellen, bevor diese ausgenutzt werden können, während gleichzeitig ein breiterer Missbrauch eingedämmt wird.“
Raluca Ada Popa und Four Flynn, Google-Sicherheitsverantwortliche
Da das Modell ausschließlich innerhalb der CodeMender-Umgebung ausgeführt wird, lassen sich gezielte Schutzmechanismen aktivieren, um schädliche Aktivitäten zu verhindern und gleichzeitig defensive Analysefunktionen zu ermöglichen.
(red)