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Europäische Supercomputer

EU und Kanada gründen „Allianz für die Zukunft”

Kanada erhält Zugang zur europäischen Supercomputing-Infrastruktur. Zudem haben beide Seiten ein Abkommen über digitalen Handel ausgehandelt.

EU und Kanada gründen „Allianz für die Zukunft”
Bilddquelle: Alones/Shutterstock.com

Die Europäische Union und Kanada wollen bei künstlicher Intelligenz, Rechenleistung und digitalem Handel enger zusammenarbeiten. Zum Abschluss des 21. EU-Kanada-Gipfels in Montreal gaben der kanadische Premierminister Mark Carney, EU-Ratspräsident António Costa und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen die Gründung der Canada-EU Alliance for the Future bekannt. Sie soll einen gemeinsamen Raum für Wohlstand und wirtschaftliche Sicherheit schaffen und umfasst Vereinbarungen zu kritischen Rohstoffen, KI, digitalem Handel, Energie und widerstandsfähigen Lieferketten sowie zur Verteidigung. Beide Seiten begründen die engere Partnerschaft auch mit dem Druck durch die USA und China.

Zugang zu europäischen Supercomputern

Kanada soll in die europäische Infrastruktur für Hochleistungsrechnen eingebunden werden. Von der Leyen hatte bereits am 29. Oktober angekündigt, dass Europa seine Supercomputer für kanadische Forschende, Unternehmen und Start-ups öffnen werde. „Deshalb schließen wir uns zusammen”, sagte sie in Montreal. Wie viel Rechenkapazität Kanada erhält und zu welchen Bedingungen, ist bislang nicht bekannt. Carney verwies auf die Partnerschaft zwischen dem kanadischen KI-Unternehmen Cohere und dem deutschen Anbieter Aleph Alpha als Beispiel für die Zusammenarbeit. Kanada und Europa sollten bei der Zukunft der KI mitreden, statt sie anderen zu überlassen.

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Abkommen über digitalen Handel

Laut einem Entwurf der gemeinsamen Erklärung, über den Politico im September berichtet hatte, haben beide Seiten zudem die Verhandlungen über ein Abkommen über digitalen Handel abgeschlossen. Es soll schnelleren, günstigeren und sicheren digitalen Handel ermöglichen und Bürger besser schützen. Verhandelt wird seit März 2026. Die Allianz soll außerdem die Zusammenarbeit bei Cybersicherheit, beim Informationsaustausch und bei der Widerstandsfähigkeit von Lieferketten zum Schutz kritischer Infrastruktur stärken.

Die EU ist Kanadas zweitgrößter Handelspartner. Im Vorfeld des Gipfels war zudem eine Erklärung zu Unterseekabeln zwischen Europa, Kanada und Asien diskutiert worden. Das norwegische Unternehmen Bulk Infrastructure sucht derzeit einen kanadischen Partner für ein Kabel zwischen Norwegen und Kanada, das nicht über die USA führt.

(red)

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