Bundesnetzagentur, Verbraucherzentrale und Gewinnspiel

Mit diesen Tricks täuschen Spam-Anrufer im Mai  

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Obwohl die Zahl gemeldeter Spam-Anrufe im Mai zurückgegangen ist, bleibt unerwünschte Telefonwerbung und Betrug für viele Verbraucher ein alltägliches Ärgernis.

Das geht aus dem aktuellen Telefonspam-Check des Anbieters Clever Dialer hervor. Besonders auffällig ist dabei die zunehmende Professionalität der Anrufer, die immer häufiger mit persönlichen Informationen und neuen Betrugsmaschen arbeiten.

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Weniger Anrufe, aber weiterhin hohe Belastung

Im Mai wurden insgesamt 518.640 Spam-Anrufe registriert. Damit sank die Zahl der gemeldeten Fälle im Vergleich zum Vormonat um 13,5 Prozent. Dennoch bleibt das Problem auf einem hohen Niveau. Der sogenannte Spamdruck, der die durchschnittliche Anzahl unerwünschter Anrufe pro Nutzer beschreibt, lag bei 4,63 Anrufen pro Monat.

Die meisten Beschwerden entfielen erneut auf Anrufe rund um angebliche Gewinnspiele, kostenpflichtige Abonnements oder zweifelhafte Vertragsangebote.

Betrüger geben sich als Behörden oder Verbraucherschützer aus

Besonders häufig berichten Betroffene von Anrufern, die sich als Mitarbeiter offizieller Institutionen ausgeben. In einzelnen Fällen wurde behauptet, im Auftrag der Verbraucherzentrale oder sogar der Bundesnetzagentur zu handeln. Ziel sei häufig, Vertrauen aufzubauen und die Angerufenen zur Preisgabe weiterer persönlicher Daten zu bewegen.

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Hinzu kommt, dass viele Betroffene überrascht waren, wie viele Informationen den Anrufern bereits bekannt waren. Namen, Adressen, Geburtsdaten oder E-Mail-Adressen wurden teilweise gezielt eingesetzt, um den Eindruck eines seriösen Anliegens zu vermitteln.

Nach wie vor dominieren Gewinnspiel- und Kostenfallen die Liste der gemeldeten Spam-Anrufe. Häufig behaupten die Anrufer, es bestehe ein kostenpflichtiges Gewinnspiel-Abonnement oder eine angebliche Zahlungsverpflichtung. Durch vermeintliche Sonderangebote oder einmalige Vergleichszahlungen sollen die Betroffenen zu einer Überweisung oder zur Herausgabe ihrer Bankdaten bewegt werden.

Andere Anrufer behaupten, bei der Aufdeckung von Datenmissbrauch helfen zu wollen oder informieren über angebliche Gewinne aus Bonusprogrammen. Die Methoden unterscheiden sich zwar im Detail, verfolgen jedoch meist dasselbe Ziel: den Zugriff auf persönliche oder finanzielle Informationen.

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Wechselnde Rufnummern erschweren die Abwehr

Ein weiteres Problem bleibt das sogenannte Number Cycling. Dabei verwenden die Täter ganze Rufnummernblöcke und ändern lediglich die letzten Ziffern. Wird eine Nummer gesperrt, erfolgt der nächste Anruf bereits von einer leicht veränderten Telefonnummer.

Im Mai stammte ein großer Teil der gemeldeten Spam-Anrufe aus einem Düsseldorfer Rufnummernblock mit der Vorwahl 0211. Allein aus diesem Nummernbereich wurden mehr als 62.000 Anrufe registriert. Weitere stark betroffene Rufnummernblöcke kamen aus Hamburg und Frankfurt am Main.

Die hohe Anzahl ähnlicher Rufnummern deutet auf organisierte Kampagnen hin, die gezielt technische Sperren umgehen sollen.

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Die häufigsten Spam-Telefonnummern in der Übersicht (Mai), absteigend nach Häufigkeit. Quelle:Clever Dialer

Verbraucher sollten vorsichtig reagieren

Die Nutzerberichte zeigen, dass Betrüger häufig versuchen, ihre Gesprächspartner zu bestimmten Aussagen oder Bestätigungen zu bewegen. Besonders vorsichtig sollten Verbraucher sein, wenn persönliche Daten abgefragt oder finanzielle Forderungen gestellt werden.

Experten raten dazu, unbekannte Anrufer kritisch zu hinterfragen, keine sensiblen Informationen preiszugeben und verdächtige Rufnummern konsequent zu blockieren. Wer sich unsicher ist, sollte angebliche Behörden, Unternehmen oder Organisationen über deren offizielle Kontaktwege selbst kontaktieren.

Trotz des Rückgangs der gemeldeten Fälle macht der aktuelle Bericht von Clever Dialer deutlich, dass Telefonbetrug weiterhin ein Massenphänomen bleibt. Die Betrüger passen ihre Methoden laufend an und setzen zunehmend auf glaubwürdige Geschichten sowie bereits bekannte personenbezogene Daten, um ihre Opfer zu täuschen.

Pauline Dornig

Pauline

Dornig

Online-Redakteurin

IT Verlag GmbH

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