Anthropic bereitet eine Mobilversion von Claude Cowork vor. Nutzer können langlaufende KI-Aufgaben auf dem PC künftig per Smartphone steuern.
Anthropic entwickelt eine mobile Unterstützung für die Funktion Claude Cowork. Bei Claude Cowork handelt es sich um einen auf Desktops ausgerichteten Agentenmodus, der für reguläre Wissensarbeit konzipiert ist. Im Gegensatz zu der primär für Programmieraufgaben optimierten Variante Claude Code kann Cowork komplexere und länger andauernde Aufgaben ausführen. Das System ist in der Lage, Dateien zu nutzen, Dokumente zu erstellen, Tabellenkalkulationen zu generieren und Berichte zu verfassen.
Bislang war die Funktion weitgehend an die Desktop-Anwendungen für macOS und Windows gebunden. Auf der Plattform X veröffentlichte Screenshots weisen nun auf die Integration in die mobile App hin.
ANTHROPIC 🔥: Claude for mobile is getting Cowork support soon!
— 🚨 AI News | TestingCatalog (@testingcatalog) June 22, 2026
> Keep Cowork going when you are on the go
> Start and steer tasks directly from your phone
> Check in from your phone, browser, or Claude desktop app
> Work continues in the background, even when you close the app… pic.twitter.com/LboygeUOEn
Funktion von Claude Cowork als mobile Fernsteuerung
Die Benutzeroberfläche der mobilen Testversion deutet darauf hin, dass die Smartphone-App nicht die vollständige Rechenlast der Desktop-Anwendung übernimmt. Stattdessen fungiert das Mobiltelefon als eine Art Fernbedienung für den Desktop-Computer. Aus den vorliegenden Dokumenten geht hervor, dass Anwender „Aufgaben direkt von Ihrem Telefon aus starten und steuern“ können. Zudem besteht die Möglichkeit, sich über verschiedene Plattformen wie den Browser oder die Desktop-App einzuklinken. Ein zentraler Aspekt der Funktion ist, dass „die Arbeit im Hintergrund weiterläuft, selbst wenn Sie die App schließen.“
Verbleib der Rechenlast auf dem Computer
Da Claude Cowork direkt auf dem lokalen Computersystem ausgeführt wird, behält die künstliche Intelligenz Zugriff auf die vom Nutzer freigegebenen lokalen Dateien. Das Smartphone dient somit der Überwachung des Arbeitsfortschritts von unterwegs, während die rechenintensiven Prozesse weiterhin auf dem PC stattfinden. Eine offizielle Ankündigung des vollständigen Mobil-Supports durch Anthropic steht bislang noch aus, jedoch deuten die Benutzeroberflächen und Vorbereitungen innerhalb der mobilen Anwendung auf eine baldige Freigabe hin.
(red)