DeepSeek, Qwen und Co.

Chinesische KI-Modelle spielen in deutscher Wirtschaft kaum eine Rolle

China KI
Bildquelle: Tada Images/Shutterstock.com

Trotz Debatten um DeepSeek und Qwen setzen deutsche Unternehmen fast ausschließlich auf US-Anbieter. OpenAI, Microsoft und Google bauen ihren Vorsprung weiter aus.

Eine repräsentative Umfrage des Digitalverbands Bitkom unter 603 Unternehmen ab 20 Beschäftigten zeigt eine deutliche Dominanz US-amerikanischer KI-Anwendungen in der deutschen Wirtschaft. Chinesische sowie europäische Modelle spielen im Unternehmensalltag aktuell nahezu keine Rolle.

Anzeige

Chinesische Anbieter sind trotz hoher Medienpräsenz nahezu bedeutungslos: Nur 2 Prozent der KI-anwendenden Unternehmen nutzen das chinesische Modell DeepSeek, lediglich 1 Prozent setzt auf Qwen von Alibaba. Vor allem Bedenken beim Datenschutz und der Cybersicherheit bremsen die Nutzung.

Das US-Trio baut seine Marktführerschaft derweil weiter aus. ChatGPT von OpenAI kommt auf 76 Prozent (Vorjahr: 70 Prozent), Microsoft Copilot auf 35 Prozent (Vorjahr: 28 Prozent) und Google Gemini auf 28 Prozent (Vorjahr: 22 Prozent). Mit deutlichem Abstand folgen Llama von Meta mit 8 Prozent, die KI-Funktionen von SAP/Joule mit 6 Prozent sowie Claude von Anthropic mit 3 Prozent.

Europäische Alternativen spielen dagegen keine nennenswerte Rolle: Weder das französische Modell Mistral noch Dienste wie Perplexity werden von den befragten Unternehmen aktiv genutzt.

Anzeige
260909 pi ki modelle print
Bildquelle: Bitkom

„Die deutsche Wirtschaft setzt bei Künstlicher Intelligenz derzeit fast ausschließlich auf Anwendungen aus den USA. Wer digitale Souveränität will, muss europäischen Anbietern eine Chance geben. Zugleich genügen für viele Aufgaben kleinere, spezialisierte Systeme – genau hier liegt eine Chance für europäische Anbieter.“

Dr. Ralf Wintergerst, Bitkom-Präsident

(Bitkom/red)

Anzeige

Weitere Artikel

Newsletter
Newsletter Box

Mit Klick auf den Button "Jetzt Anmelden" stimme ich der Datenschutzerklärung zu.