OpenAI zählt jede Anfrage, die eine Websuche auslöst. Wie das Unternehmen das Google-Volumen ermittelt hat, ist offen. ChatGPT hat 1,2 Milliarden Nutzer.
ChatGPT: Suchvolumen bei 20 Prozent von Google

Das Volumen der Suchanfragen über ChatGPT entspricht nach Angaben von OpenAI inzwischen rund 20 Prozent des Volumens bei Google. Das sagte Adam Fry, bei OpenAI für ChatGPT als Verbraucherprodukt zuständig, am 2. November bei einer Presseveranstaltung des Unternehmens und in einem Interview mit dem Newsletter Big Technology.
„Das Volumen suchähnlicher Anfragen bei ChatGPT liegt inzwischen bei ungefähr einem Fünftel des Anfragevolumens von Google”, sagte Fry.
Zählweise nicht vergleichbar
Als Suche zählt OpenAI laut Fry jede Anfrage, nach der ChatGPT eine Websuche durchführt. Aufgaben wie das Erklären einzelner Begriffe oder einfache Anweisungen sind nicht enthalten. Woher OpenAI die Zahlen zum Suchvolumen von Google bezieht, hat Fry nicht mitgeteilt. Zudem ist unklar, ob eine längere Unterhaltung mit mehreren Websuchen mit einer einzelnen Google-Suche vergleichbar ist. Die Angabe bedeutet daher nicht, dass ChatGPT 20 Prozent des Markts für herkömmliche Suchmaschinen erreicht hat.
Zum Vergleich: Microsoft-CEO Satya Nadella hatte 2023 im Kartellverfahren gegen Google ausgesagt, dass Bing nach mehr als einem Jahrzehnt Wettbewerb auf rund 3 Prozent des Suchmarkts komme. ChatGPT nutzt für seine Websuche laut The Verge einen erheblichen Teil Daten von Bing sowie einen eigenen Index.
200 Millionen neue Nutzer in zwei Monaten
Nach Angaben von Fry wächst ChatGPT derzeit schneller. Die Zahl der wöchentlich aktiven Nutzer stieg innerhalb von zwei Monaten von einer Milliarde auf 1,2 Milliarden. Als Grund für die Nutzung zur Suche nannte Fry, dass ChatGPT den Kontext über längere Zeit behalte. OpenAI prüft zudem, Bilder von gesponserten Produkten und Dienstleistungen in ChatGPT einzublenden.
Google hatte im Kartellverfahren selbst argumentiert, dass KI die Suche verändern und ChatGPT zum Wettbewerber werden könne. Der Konzern hat KI inzwischen fest in seine Suche integriert. Die Angaben von OpenAI fallen in eine Phase, in der das Unternehmen eine weitere Finanzierungsrunde vorbereitet und für 2027 einen Börsengang anstrebt.
(red)




