Neue macOS-Funktion von ChatGPT

ChatGPT führt Funktion Computer History für macOS ein

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Bildquelle: Poetra.RH / Shutterstock.com

OpenAI hat mit Computer History eine optionale Funktion für ChatGPT unter macOS eingeführt, die Nutzeraktivitäten in Erinnerungen umwandelt.

Die am 13. August vorgestellte Funktion ersetzt die zuvor als Forschungsvorschau angebotene Funktion Chronicle, die noch auf regelmäßigen Bildschirmaufnahmen beruhte. Computer History verzichtet dagegen bewusst auf Screenshots und erfasst stattdessen einzelne Interaktionsereignisse über die Barrierefreiheits-Schnittstellen von macOS, darunter Mausklicks, Texteingaben, Tastenkombinationen sowie Wechsel zwischen Anwendungen. Bildschirmaufnahmen, Bildschirmvideos, Mikrofon- oder Systemton werden dabei nach Angaben von OpenAI nicht erfasst, ebenso wenig Aktivitäten im privaten Browsermodus. Aus den gesammelten Rohdaten erstellt ChatGPT anschließend Textzusammenfassungen sowie lokale Erinnerungsdateien im Markdown-Format, die unverschlüsselt auf dem jeweiligen Gerät gespeichert werden, bis sie vom Nutzer gelöscht werden.

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Nach Angaben von OpenAI setzt die Funktion das bestehende Erinnerungssystem von ChatGPT voraus und funktioniert weder über einen API-Schlüssel noch über Amazon Bedrock. Nutzer können damit etwa nachfragen, woran sie zuletzt gearbeitet haben, gezielt nach zuvor bearbeiteten Dokumenten suchen, auch wenn ihnen der Dateiname nicht mehr einfällt, oder wiederkehrende Arbeitsabläufe in wiederverwendbare Automatisierungen umwandeln lassen.

Verfügbarkeit zunächst auf bestimmte ChatGPT-Tarife beschränkt

Computer History ist standardmäßig deaktiviert und richtet sich zunächst an zahlende ChatGPT-Nutzer der Tarife Pro, Business und Enterprise. Während Pro-Nutzer die Funktion eigenständig aktivieren können, muss in Business- und Enterprise-Arbeitsbereichen zunächst ein Administrator den Zugriff freigeben, bevor einzelne Mitglieder sie selbst einschalten können. Der Rollout begann zunächst für Nutzer in den USA, eine Verfügbarkeit im Europäischen Wirtschaftsraum, der Schweiz und Großbritannien soll nach Angaben von OpenAI in den kommenden Wochen folgen.

Nutzer behalten dabei nach Angaben von OpenAI detaillierte Kontrolle über die Funktion: Einzelne Anwendungen oder Websites lassen sich gezielt von der Erfassung ausschließen, die Aufzeichnung kann jederzeit über die macOS-Menüleiste pausiert und fortgesetzt werden, und gespeicherte Erinnerungen lassen sich wahlweise für die letzten zehn Minuten, eine Stunde, einen Tag oder vollständig löschen. OpenAI betont zudem, die erfassten Rohdaten würden nach spätestens 48 Stunden von den eigenen Systemen gelöscht und nicht zum Training eigener Modelle verwendet.

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(red)

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