Opt-in wird Opt-out

Windows 11 26H2: Firmen-Backup wird zur Voreinstellung

Windows 11
Bildquelle: sdx15/Shutterstock.com

Mit Windows 11 26H2 sichert Microsoft die Windows-Einstellungen von Firmenrechnern automatisch, sofern Admins nichts anderes festlegen. Für Geräte im EU-Raum gilt die Neuerung allerdings nicht.

Microsoft hat die Sicherung von Windows-Einstellungen auf Unternehmensgeräten standardmäßig eingeschaltet. Betroffen sind Rechner, die per Microsoft Entra ID oder im Entra-Hybrid-Modus in eine Organisation eingebunden sind und auf Windows 11 in Version 26H2 aktualisiert wurden. Das geht aus einem Eintrag im Windows Message Center hervor.

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Die Funktion, die bislang unter dem Namen Windows Backup for Organizations bekannt war und inzwischen als „Windows Settings Backup and Restore“ firmiert, speichert die Windows-Einstellungen der Nutzer sowie die Liste installierter Apps aus dem Microsoft Store. Wird ein Gerät zurückgesetzt, ausgetauscht, neu aufgesetzt oder aktualisiert, lassen sich diese Daten wiederherstellen.

Ab Windows 11, Version 26H2, ist die Sicherung der Windows-Einstellungen auf berechtigten Geräten standardmäßig aktiviert. Bereits vorhandene, von Administratoren konfigurierte Richtlinien (aktiviert oder deaktiviert) werden weiterhin berücksichtigt. Mit dieser Änderung wird die Sicherung zu einer Grundfunktion, die Benutzerumgebungen ohne zusätzliche Einrichtung schützt.

Microsoft

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Vom Opt-in zum Standard

Vorgestellt hatte Microsoft das Werkzeug auf der Ignite-Konferenz im November 2024, damals noch als optionale Funktion, die Administratoren gezielt aktivieren mussten. Im Mai 2025 folgte eine öffentliche Vorschau, im August 2025 die allgemeine Verfügbarkeit. Bereits im Juli 2026 hatte Microsoft angekündigt, die Richtlinie mit dem Herbst-Update standardmäßig zu aktivieren. Windows 11 26H2 ist seit dem 29. September verfügbar.

Microsoft begründet den Schritt damit, dass Administratoren im Ernstfall nicht mehr rätseln müssten, ob für ein Gerät überhaupt eine Sicherung existiert. Mit der neuen Voreinstellung sei die Wahrscheinlichkeit höher, dass sich Einstellungen und App-Liste nach einem Reset oder Gerätewechsel tatsächlich zurückspielen lassen.

Nicht in der EU, nicht bei bestehender Konfiguration

Die neue Voreinstellung greift nur, wenn Administratoren die Richtlinie bislang nicht ausdrücklich konfiguriert haben. Bestehende Einstellungen, ob aktiviert oder deaktiviert, bleiben laut Microsoft unangetastet. Ausgenommen sind zudem Geräte in Ländern und Regionen, die unter den Digital Markets Act (DMA) der EU fallen, sowie Systeme in souveränen oder eingeschränkten Cloud-Umgebungen. Unternehmen in Deutschland sind damit in der Regel nicht betroffen.

Nur die Sicherung selbst ist künftig voreingestellt. Die Wiederherstellung bleibt unverändert unter Kontrolle der Admins und muss weiterhin eigens freigegeben werden.

Wer die automatische Sicherung nicht möchte, kann sie über Microsoft Intune, andere MDM-Lösungen oder per Gruppenrichtlinie abschalten. Eine solche ausdrückliche Konfiguration hat Vorrang vor der neuen Voreinstellung.

(red)

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