Öffnet in einem neuen Tab
Racks mit 102,4-Tbit/s-Switches

Arista bringt Ethernet-Racks für KI-Cluster mit 144 XPUs

Arista hat Rack-Scale-Systeme für Scale-up- und Scale-out-Netze vorgestellt. Entwickelt wurden sie mit AMD, Meta, Microsoft und weiteren Partnern.

Arista bringt Ethernet-Racks für KI-Cluster mit 144 XPUs

Der Netzwerkausrüster Arista Networks hat am 9. Oktober Ethernet-Systeme auf Rack-Ebene für KI-Infrastrukturen vorgestellt. Sie sollen sowohl Scale-up-Netze, die Beschleuniger innerhalb eines Rechenverbunds eng koppeln, als auch Scale-out-Netze zwischen solchen Verbünden abdecken. Entwickelt wurde die Produktreihe nach Angaben von Arista gemeinsam mit AMD, Arm, Broadcom, d-Matrix, Meta, Microsoft und Qualcomm. Grundlage ist die Initiative Ethernet for Scale-up Networks (ESUN).

„Das Netzwerk ist im KI-Zeitalter nicht mehr nur eine eigenständige Verbindung zwischen Servern. Es ist heute eine eng integrierte Backplane auf Rack-Ebene, die für die Maximierung der Rechenleistung unerlässlich ist.”
Tyson Lamoreaux, Senior Vice President für Cloud- und KI-Netzwerke bei Arista

Bis zu 1.024 Beschleuniger

Kern des Scale-up-Angebots ist die Architektur Etherlink SU-144. Sie verbindet bis zu 144 Beschleuniger (XPUs) in einem Netz mit nur einem Hop und lässt sich über mehrere Racks auf 1.024 XPUs erweitern. Arista bietet sie in drei Bauformen an: als orthogonales Chassis in einem einzelnen Rack mit Flüssigkeitskühlung für 100 bis 400 Kilowatt, als Variante mit verkabelter Backplane und modularem Rack sowie als rackübergreifendes System. Arista positioniert Ethernet damit als Alternative zu PCIe und herstellerspezifischen Verbindungen.

Anzeige

Racks mit 102,4-Tbit/s-Switches

Für Scale-out-Netze kombiniert Arista mehrere flüssigkeitsgekühlte Switches vom Typ 7060EX7 mit einer Kapazität von jeweils 102,4 Tbit/s, Glasfaser-Patchfelder, Kühlmittelverteiler, Auffangwannen mit Leckageerkennung, Rack-Management-Controller und Stromversorgung mit Pufferbatterien. Unterstützt werden unter anderem die Standards des Ultra Ethernet Consortium (UEC), Multipath Reliable Connection (MRC), Multi-Plane-Routing sowie dynamische Lastverteilung. Als Betriebssystem können Kunden Arista EOS oder ein offenes Netzwerkbetriebssystem einsetzen.

6,5 Pb/s pro Rack mit neuer Optik

Mit heutigen OSFP-basierten Switches erreicht ein Rack laut Arista 1,6 Pb/s. Mit Optikmodulen der nächsten Generation wie XPO sowie Co-Packaged und Near-Packaged Optics (CPO/NPO) sollen es 6,5 Pb/s sein. Das könne die benötigte Fläche im Rechenzentrum um fast 50 Prozent verringern. Vorführen will Arista die Systeme auf dem OCP Global Summit vom 12. bis 15. Oktober 2026.

(red/Arista)

Anzeige
Anzeige