Apple verhandelt mit den chinesischen Firmen CXMT und YMTC über den Kauf günstigerer Speicherchips, um die weltweite RAM-Preiskrise abzufedern.
Der US-Technologiekonzern Apple verhandelt Berichten von Bloomberg zufolge mit den chinesischen Halbleiterherstellern ChangXin Memory Technologies (CXMT) und Yangtze Memory Technologies Co. (YMTC). Ziel dieser Gespräche ist es, die Auswirkungen der anhaltenden weltweiten Verknappung von Speicherbausteinen und die daraus resultierende Preiskrise abzumildern. Beide chinesischen Unternehmen werden vom US-Verteidigungsministerium auf der sogenannten 1260H-Liste geführt, welche Betriebe als dem chinesischen Militär nahestehend klassifiziert. Apple versucht derzeit durch Gespräche mit Regierungsvertretern in Washington, den politischen Schaden einer potenziellen Kooperation zu minimieren. Ein rechtlich bindendes Handelsverbot durch das US-Handelsministerium liegt für diese spezifischen Zulieferer aktuell jedoch nicht vor.
Strategien bei Apple zur Bewältigung der Preiskrise
In Branchenkreisen wird darauf verwiesen, dass Konzernchef Tim Cook die Beziehungen zwischen Washington und Peking stabil halten möchte, um den Deal voranzutreiben. Eine mögliche Option zur Schadensbegrenzung besteht darin, die chinesischen Chips ausschließlich in Apple-Geräten zu verbauen, die innerhalb von China verkauft werden. Andere Computerhersteller wie Lenovo beziehen bereits seit Jahren Speicherkomponenten von chinesischen Produzenten, betreiben dafür jedoch im Gegensatz zu Apple keine aktive politische Lobbyarbeit beim US-Finanzministerium.
Auswirkungen auf andere Technologie-Unternehmen möglich
Der Markteinstieg von Apple könnte auch den Weg für andere westliche Technologieunternehmen ebnen, kostengünstigeren Arbeitsspeicher aus China zu beziehen, sofern der politische Widerstand in den USA ausbleibt.
(red)