Digitale Belegaufteilung

Apple plant Belegaufteilung per Fotofunktion in iOS 27

iOs Update
Bildquelle: Tada Images/Shutterstock.com

Ein neues Feature in Apple Wallet und Messages soll das Aufteilen von Rechnungen erleichteten, indem Nutzer einfach einen Beleg fotografieren.

Kurz vor dem Start der jährlichen Worldwide Developers Conference (WWDC), verdichten sich die Berichte über neue funktionale Erweiterungen des iPhone-Betriebssystems. Informationen des Medienhauses Bloomberg zufolge entwickelt der US-amerikanische Technologiekonzern Apple eine native Funktion zur Aufteilung von Gruppenrechnungen.

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Das neue Werkzeug soll direkt in die nächste große Software-Aktualisierung iOS 27 integriert werden, deren Vorstellung für die Entwicklerkonferenz erwartet wird und die im Herbst 2026 für die breite Öffentlichkeit erscheinen soll. Mit diesem Schritt tritt Apple in direkten Wettbewerb zu etablierten Finanz- und Organisations-Apps wie Splitwise, Tab, Splid oder Settle Up. In der Technologiebranche wird dieser Prozess der Übernahme von erfolgreichen Funktionen dritter Anbieter in das werkseigene Betriebssystem häufig als Sherlocking bezeichnet. Ziel der Entwicklung ist es, den Nutzern das Teilen von gemeinsamen Ausgaben im Alltag zu ermöglichen, ohne dass hierfür zusätzliche Software von Drittanbietern heruntergeladen oder separate Benutzerkonten eingerichtet werden müssen.

Funktionsweise der automatisierten Rechnungsaufteilung per Bilderkennung

Die informationstechnische Umsetzung der geplanten Funktion basiert im Wesentlichen auf automatisierter Bilderkennung und digitaler Textextraktion. Der Ablauf erfordert vom Anwender lediglich das Anfertigen einer Fotografie des gedruckten Kassenbelegs mit der Kamera des Smartphones. Die integrierte Software analysiert die Bilddaten, erfasst die einzelnen Rechnungspositionen sowie die dazugehörigen Beträge und listet diese in einer Benutzeroberfläche auf.

Im Anschluss kann der initiierende Nutzer die verschiedenen Artikel, Speisen oder Dienstleistungen per Berührung den jeweiligen anwesenden Personen oder Kontakten zuweisen. Ein zentraler technologischer Vorteil des Systems ist die automatisierte Einbeziehung von Nebenkosten. Das Programm berechnet nicht nur den reinen Produktpreis, sondern teilt auch die anfallenden lokalen Steuern sowie das Trinkgeld proportional auf die einzelnen Gruppenmitglieder auf. Nach Abschluss dieser Zuordnung generiert das System vollautomatisch individuelle Zahlungsaufforderungen für jeden Teilnehmer.

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Integration in das Bezahlsystem Apple Cash und weitere Wallet-Funktionen

Um den gesamten Prozess der Zahlungsabwicklung nahtlos und ohne Medienbrüche zu gestalten, bettet Apple das neue Werkzeug tief in seine bestehende Infrastruktur ein. Die Funktion zur Rechnungsaufteilung wird sowohl innerhalb der Apple Wallet-Applikation als auch direkt in der Nachrichten-App Messages zur Verfügung stehen. Dies ermöglicht es Anwendern, Zahlungsaufforderungen direkt innerhalb von aktiven Gruppen-Chats zu versenden, wo gemeinsame Aktivitäten wie Restaurantbesuche oder Kinogänge ohnehin besprochen werden.

Empfänger einer solchen Aufforderung können den ausstehenden Betrag direkt von ihrem Endgerät oder über eine Apple Watch überprüfen und per Knopfdruck freigeben. Die finanzielle Abwicklung erfolgt über das hauseigene Peer-to-Peer-Bezahlsystem Apple Cash. Neben dem Abrechnungswerkzeug plant Apple laut den vorliegenden Berichten eine weitere funktionale Aufwertung der Wallet-App. Eine neue Funktion zum Erstellen digitaler Pässe soll es Nutzern erlauben, eigene Mitgliedskarten, Eintrittskarten oder Dauerkarten für Fitnessstudios und Veranstaltungen zu generieren, indem sie vorhandene QR-Codes importieren. Dies soll insbesondere bei Anbietern Abhilfe schaffen, die bislang keine native Unterstützung für Apple Wallet anbieten.

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Geteilte Meinung über neues Apple-Feature

Die Veröffentlichung der Pläne hat in Online-Gemeinschaften und sozialen Netzwerken wie Reddit eine kontroverse Debatte über den tatsächlichen Nutzen und die geografische Verfügbarkeit der Funktion ausgelöst. Ein Teil der Nutzerschaft begrüßt die native Integration und sieht darin eine Vereinfachung gegenüber den oft fehleranfälligen manuellen Eingaben in Drittanbieter-Apps. Ein Reddit-Anwender kommentierte die bestehende Marktsituation wie folgt: „Wenn sie einen besseren Job machen können als Splitwise, Tab, Plates etc., dann fantastisch. Die Messlatte liegt niedrig, also liefern sie hoffentlich ab“.

Demgegenüber steht erhebliche Skepsis bezüglich der regionalen Nutzbarkeit außerhalb des nordamerikanischen Raums. Da das Feature zwingend an die Plattform Apple Cash gekoppelt ist, befürchten internationale Kunden einen Ausschluss. Ein Kommentator wies auf die historische Trägheit bei der Markteinführung hin: „Ich vermute, das wird nur in den USA verfügbar sein, da Apple Cash nur in den USA verfügbar ist… nach 11 Jahren.“

Zudem wird von einigen Verbrauchern der grundsätzliche Bedarf im Alltag angezweifelt, da viele Gastronomiebetriebe Rechnungen bereits auf Kundenwunsch hin am Tisch separat abrechnen. Ein kritischer Nutzer schrieb dazu: „Welches Restaurant macht das nicht einfach für einen? Warum mache ich die Arbeit? Noch nie in meinem Leben hätte ich diese Funktion gebraucht. Ist das für andere üblich?“

Autorenbild Lisa Löw

Lisa

Löw

Junior Online-Redakteurin

IT-Verlag

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