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E-Rezept

Effizientere Abläufe, weniger Papierkram und weniger volle Wartezimmer: Zwei Drittel (67,6 Prozent) der Deutschen versprechen sich durch die Einführung des E-Rezepts eine allgemein verbesserte telemedizinische Versorgung. Knapp sieben von zehn (67,9 Prozent) hegen dabei die Hoffnung, dass Mediziner*innen und Patient*innen dank E-Rezept mehr Zeit für die Behandlung bleibt.

Das geht aus der repräsentativen Umfrage „Datapuls 2021“ des Praxis-WLAN- und Kommunikationsdienstleisters Socialwave hervor, der in Zusammenarbeit mit dem Hamburger Marktforschungsinstitut Consumerfieldwork 1.005 Menschen über 18 Jahre zur Digitalisierung des Gesundheitswesens befragt hat. „Patient*innen wollen durch digitale Prozesse nicht weniger Zeit mit ihrem Arzt oder ihrer Ärztin verbringen, sondern mehr Zeit für die eigentliche Behandlung gewinnen“, erklärt Felix Schönfelder, Geschäftsführer der Socialwave GmbH. Dem Experten zufolge schafft das digitale Rezept die Voraussetzung für andere telemedizinische Angebote. Er rechnet mit einem Schub für die gesamte Telemedizin durch die flächendeckende Einführung im vierten Quartal.
 

Videosprechstunde erst durch E-Rezept wirklich attraktiv

Erst durch das E-Rezept macht es etwa für Patienten und Patientinnen Sinn, per Videosprechstunde einen Arzt oder eine Ärztin aufzusuchen. Mehr als sieben von zehn Deutschen (71,9 Prozent) ziehen laut Datapuls 2021 einen virtuellen Arztbesuch in Betracht, wenn das Rezept und die Krankschreibung ebenfalls digital bezogen werden können. Nur jeder Fünfte (19,1 Prozent) würde hingegen aktuell ohne diesen Zusatznutzen im Krankheitsfall ärztliches Fachpersonal per Videoschalte konsultieren. „Das E-Rezept schafft gewissermaßen die Grundlage für eine durchgängige telemedizinische Behandlung. Es ist geradezu paradox, für einen rein formalen Akt wie eine Rezeptausstellung eine physische Präsenz zu verlangen, wenn die Sprechstunde vorher digital abgehalten wurde“, konstatiert Schönfelder.
 

Deutsche wünschen sich weniger volle Wartezimmer

Nahezu acht von zehn Versicherten (77,6 Prozent) verknüpfen mit dem E-Rezept die Hoffnung, auf weniger volle Wartezimmer zu stoßen. Die Erwartung ist berechtigt: Knapp acht von zehn (78,9 Prozent) sehen einen wesentlichen Vorteil darin, dass durch die Digitalisierung des Rezeptsystems weniger Praxisbesuche notwendig werden. Auch Folgerezepte sollen künftig auf Anfrage elektronisch ausgestellt und dann als E-Rezept in der App bereitgestellt werden – ohne dass ein physischer Praxisbesuch notwendig wäre. „Wenn nur ein Bruchteil der mehr als 400 Mio. Papierrezepte, die jährlich in Deutschland ausgestellt werden, keinen Arztbesuch mehr nach sich ziehen, bedeutet das eine enorme Entlastung für Praxen und Wartezimmer“, so Schönfelder. Die Pandemie und die dadurch einhergehende Angst vor einer Ansteckung habe den aus rechtlicher Sicht notwendigen Gang in die Praxis noch einmal grotesker wirken lassen.


Flächendeckende Einführung ab Oktober, Pflicht ab 2022

Das E-Rezept wird derzeit in der Fokusregion Berlin-Brandenburg mit ausgewählten Arztpraxen, Apotheken sowie Patientinnen und Patienten im Probebetrieb getestet. Ab Oktober sollen Ärztinnen und Ärzte dann bundesweit auf freiwilliger Basis das E-Rezept ausstellen können, bevor es ab 2022 für alle zur Pflicht wird. Auch die Krankmeldung auf Papier soll ab Oktober durch eine digitale Bescheinigung Schritt für Schritt ersetzt werden.

www.social-wave.de


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