Anzeige

Spoofing-Mails

Durch einen technischen Fehler sind bestimmte Datenschutz-Beschwerden beim Bundesdatenschutzbeauftragten unwiderruflich gelöscht worden. Das teilte die Behörde am Montag in Berlin mit. Auslöser der Panne war eine Neugestaltung des Internetauftritts des Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI).

Bei der neu programmierten Website wurden Server-Einstellungen falsch vorgenommen, so dass Meldungen über die Formularseiten des Internetauftritts von den Sicherheitsvorkehrungen der Netze des Bundes als gefährliches «Spoofing» eingestuft wurden. Beim «Spoofing» versuchen Angreifer, die eigene Identität zu verschleiern und sich als vertrauenswürdig darzustellen. Im Gegensatz zu unerwünschten Werbe-Mails, die in einem herkömmlichen Spam-Ordner landen, werden «Spoofing»-Mails im Netz des Bundes sofort gelöscht.

Der Fehler fiel den Beteiligten erst nach zehn Tagen auf. Eingaben und Beschwerden, die zwischen dem 9. und 18. Juni 2021 über diese Formulare abgegeben wurden, hätten die Behörde «größtenteils nicht erreicht und konnten somit auch nicht bearbeitet werden», heißt es in der Mitteilung des Bundesdatenschutzbeauftragten. «Betroffene Bürgerinnen und Bürger werden daher gebeten, ihre in diesem Zeitraum abgegebenen Eingaben und Beschwerden noch einmal einzureichen.»

Ein Behörden-Sprecher bedauerte, dass es beim Start der neuen Homepage zu einem solchen Fehler gekommen sei. «Zu keinem Zeitpunkt hatten unberechtigte Dritte Zugriff auf die über die Formulare versandten Informationen. Der BfDI wird den Vorfall auch dafür nutzen, die Prozesse bei der Abnahme von Softwareprojekten zu verbessern.»

Die Formulare funktionieren mittlerweile und sind wieder online gestellt. 

dpa


Artikel zu diesem Thema

Phishing
Jun 23, 2021

Phishing geht nicht nur per E-Mail

Vom Abfischen von persönlichen Daten, dem Phishing, haben die meisten Internetnutzer…

Weitere Artikel

Christine Regitz zur Präsidentin der Gesellschaft für Informatik gewählt

Ab 2022 wird Christine Regitz (SAP SE) als erste Präsidentin in der mehr als 50-jährigen Geschichte der Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) für die Mitglieder der größten Informatik-Fachgesellschaft im deutschsprachigen Raum sprechen.
Smartphone Kalender

Termine: Deutsche setzen 2022 auf Smartphone und Papier

Viele Deutsche werden ihre Termine 2022 zweigleisig planen. Ein Drittel nutzt sowohl das Smartphone als auch den klassischen Papierkalender. Je ein Viertel lehnt die doppelte Buchführung ab und entscheidet sich für eine der beiden Varianten.
Internet Schnecke

Lahmes Internet? Bundesnetzagentur legt Regeln für Minderungsrecht fest

Die Bundesnetzagentur hat Regeln festgelegt, auf deren Basis Verbraucher bei schlechtem Festnetz-Internet ihre Monatszahlungen kürzen dürfen.
Hacker

Jeder zweite Deutsche fürchtet sich vor Identitätsdiebstahl

Laut des Unisys Security Index 2021 fürchtet sich knapp jeder zweite Deutsche vor Identitätsdiebstahl (47 Prozent). Internetviren und Hackerangriffe rufen bei 41 Prozent der Befragten ebenfalls Sicherheitsbedenken hervor.
Corona Phishing

Cyberkriminelle nutzen Omikron-Variante als Phishing-Köder

Die Sicherheitsexperten von Proofpoint haben erneut eine Zunahme von digitalen Attacken via E-Mail festgestellt, bei denen Cyberkriminelle neueste Entwicklungen rund um das Corona-Virus als thematische Köder für digitale Angriffe verwenden, darunter…

Anzeige

Jetzt die smarten News aus der IT-Welt abonnieren! 💌

Mit Klick auf den Button "Zum Newsletter anmelden" stimme ich der Datenschutzerklärung zu.