Anzeige

Twitter

Quelle: Ascannio / Shutterstock.com

Der weltgrößte Mikroblogging-Dienst Twitter gibt Mängel bei seinem automatischen Bildzuschnitt zu und untersucht nun den Machine-Learning-Algorithmus dahinter.

Dem US-Unternehmen nach sollte die Auswahl eines Ausschnitts künftig lieber "von den Leuten, die unsere Produkte nutzen" getroffen werden. Die Systeme seien noch zu fehleranfällig, wie es heißt. Zuvor hatten sich Nutzer beschwert, dass der für die Bildauswahl verwendete Algorithmus vorurteilsbehaftet arbeite und Gesichter weißer Menschen präferiere.

"Repräsentationsschaden"

Twitter kommt im Zuge der Überprüfung nun zu dem Schluss, dass der Algorithmus bei der Bildauswahl neben der Hautfarbe auch beispielsweise Männern Frauen vorzieht. Den Vorwurf, dass beim Bildzuschnitt der Brustbereich oder auch die Beine von Frauen bevorzugt werden, lässt Twitter hingegen nicht gelten. Statt den Fokus auf physische Merkmale zu legen, konzentriere sich die Software bei der Bildauswahl etwa auf die Zahlen bei Sporttrikots.

"Selbst wenn der Salienz-Algorithmus so angepasst würde, dass er die perfekte Gleichstellung zwischen ethnischer Zugehörigkeit und Geschlecht widerspiegelt, sind wir besorgt über den Repräsentationsschaden des automatisierten Algorithmus, wenn Personen sich nicht auf der Plattform so darstellen dürfen, wie sie es wünschen", teilt Twitter mit. Auch entstünden durch Salienz andere mögliche Nachteile. Hierbei nennt das Unternehmen explizit ein mangelndes Fingerspitzengefühl bezogen auf kulturelle Unterschiede. Dies werde nun überarbeitet.

www.pressetext.com


Artikel zu diesem Thema

Twitter-Angriff
Mär 17, 2021

Dreijährige Haftstrafe für 18-jährigen Twitter-Hacker

Barack Obama, Elon Musk, Bill Gates: Im vergangenen Juli kaperten Hacker die…

Weitere Artikel

E-Mobility

E-Mobilität: Lithium-Schwefel-Akkus mit Zucker verbessert

Forscher der Monash University haben es geschafft, mit der Zugabe eines Löffels Zucker die positive Elektrode einer Lithium-Schwefel-Batterie zu stabilisieren.
Vodafone

Datenschutzverletzungen: Vodafone drohen bis zu 460 Mio. Euro Strafe

Wegen mutmaßlicher Betrugsfälle und Datenschutzverletzungen in Partneragenturen droht dem Telekommunikationsriesen Vodafone ein hohes Bußgeld in bis zu dreistelliger Millionenhöhe, wie der "Spiegel" vorab berichtet. Der Strafrahmen liegt im Maximalfall bei…
Email

E-Mail-Bedrohungen nehmen zu

Zix Corporation (Zix), Anbieter von Cloud-Lösungen für E-Mail-Sicherheit, Produktivität und Compliance, veröffentlicht seinen Mid-Year 2021 Global Threat Report zu weltweiten Bedrohungen.
Telegram

Telegram boomt bei Hackern

"In letzter Zeit haben wir einen Anstieg der Telegram-Nutzung durch Cyber-Kriminelle um mehr als 100 Prozent beobachtet", sagt Tal Samra, Anaylst beim Cyber-Intelligence-Unternehmen Cyberint, gegenüber der "Financial Times".
Podcast

Boom hält weiter an: 4 von 10 Deutschen hören Podcasts

Der Podcast-Boom in Deutschland steigt auf ein neues Rekordniveau: Fast 4 von 10 Menschen in Deutschland (38 Prozent) hören Podcasts – also regelmäßige Video- oder Audiobeiträge, die über das Internet verfügbar sind und abonniert werden können – zumindest…
Home Office

Homeoffice-Angebot in Stellenanzeigen hat sich verdreifacht

Der Anteil von Online-Stellenanzeigen mit Option auf Homeoffice ist bis März 2021 auf 12 Prozent gestiegen und hat sich damit seit 2019 mehr als verdreifacht. Das geht aus einer Auswertung von 35 Millionen Stellenanzeigen durch das ifo-Institut und die…

Anzeige

Jetzt die smarten News aus der IT-Welt abonnieren! 💌

Mit Klick auf den Button "Zum Newsletter anmelden" stimme ich der Datenschutzerklärung zu.