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Spotify

Bild: Kaspars Grinvalds / Shutterstock.com

Streaming-Plattformen wie Spotify oder Apple Music geben Musikern von Independent-Labels zu wenig Platz in Playlisten und schaden so ihren Einnahmen.

In den automatischen Empfehlungen von Usern tauchen so hauptsächlich Künstler mit Verträgen bei den Giganten der Branche auf, was diesen einen unfairen Vorteil verschafft, besagt eine Studie der University of East Anglia.

"Ein gerechter Wettbewerb ist nicht nur für die Künstler, sondern auch das Publikum wichtig. Ist das nicht der Fall, leiden die Innovation, die Vielfalt und die Karrieremöglichkeiten von neuen Interpreten darunter. Streaming-Plattformen dürfen Kreativität und Neuerungen nicht ersticken", erklärt Peter Ormosi, Koautor der Studie.

Die Forscher haben die Zahlen mehrerer Streaming-Dienste analysiert und potenzielle Probleme für den fairen Wettbewerb zwischen Musiklabels definiert. Sie merken zum Beispiel an, dass die drei global größten Player Universal Music Group, Sony Music und die Warner Music Group gemeinsam etwa 67,5 Prozent des Musikmarktes ausmachen. Streaming-Plattformen sind auf deren Inhalte angewiesen.

Streams wichtigste Einnahmequelle

Bei den Lizenzgebühren liegt ein weiteres Problem für Indie-Musiker. Durchschnittlich erhalten Künstler, die bei Musiklabels unter Vertrag stehen, deutlich mehr Geld als unabhängige Interpreten. Ebenfalls fragwürdig ist für die Forscher das Bezahlsystem von Plattformen. Sie geben Interpreten einen Anteil an den Gesamteinnahmen, die Streams ihrer Inhalte bringen. Stattdessen sollten Anteile der Umsätze aus individuellen Abonnements direkt an die Künstler und Labels gehen, deren Musik User hören.

Mehr Transparenz fordern die Wissenschaftler bei der Funktionsweise der Empfehlungs-Algorithmen. Es seien mehr öffentliche Informationen darüber nötig, wie automatische Playlisten entstehen. Für Musiker sind Streams in der Corona-Pandemie die wichtigste Einnahmequelle geworden. 

www.pressetext.com


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