Anzeige

Hackerangriff

Auf den digitalen CDU-Parteitag hat es nach den Worten von Generalsekretär Paul Ziemiak Hackerangriffe vor allem aus dem Ausland gegeben. Diese konnten aber abgewehrt werden, wie Ziemiak am Samstag mitteilte.

Diese Angriffe seien «nicht witzig», sagte der Generalsekretär: «Aber wir haben uns gewehrt.» Die CDU sei auf Hackerangriffe vorbereitet gewesen.

Der neue Parteivorsitzende Armin Laschet sagte am Samstag in seinem Schlusswort, der digitale Parteitag sei ein «großes Risiko» gewesen. Man müsse sich nur vorstellen, was passiert wäre, wenn technisch etwas schief gegangen wäre, eine Abstimmung nicht funktioniert hätte oder einer der Hackerangriffe erfolgreich gewesen wäre. «Die Häme in ganz Deutschland wäre uns gewiss gewesen.»

Bei den Angriffen handelte es sich um sogenannte DDoS-Attacken (Distributed Denial of Service), bei denen versucht wird, den Server des Opfers mit massenhaften Anfragen in die Knie zu zwingen. Dabei hatten die Angreifer vor allem die Homepage der CDU im Visier.

Die Partei hatte aber vorsorglich die digitalen Arbeitsplätze der Delegierten außerhalb der CDU-Infrastruktur aufgesetzt, so dass die Angreifer den Ablauf des Parteitags nicht stören konnten. Nur das Streaming des Parteitags für die Öffentlichkeit konnte zeitweise nicht über die CDU-Homepage angeschaut werden. Das Videosignal lief parallel aber auch live bei YouTube und verschiedenen TV-Sendern.

Auch das digitale Wahlsystem konnten die Angreifer nicht erreichen. Es lief auf Servern des Anbieters Polyas, die nicht öffentlich bekannt waren. Der Angriff auf die Homepage wurde dann in Zusammenarbeit mit der Deutschen Telekom zurückgedrängt.

Dazu unterbanden die Techniker zunächst Zugriffe auf Osteuropa und Afrika, wo Server der Angreifer lokalisiert wurden. Schließlich wurden auch bestimmte IP-Adressen in Deutschland blockiert, von denen DDoS-Datenpakete auf den CDU-Server abgefeuert wurden.

dpa


Artikel zu diesem Thema

Sicherheit
Dez 02, 2020

DDos-Angriffe verhindern mit Zero Trust

Dass DDoS-Attacken nach wie vor zu den beliebtesten Angriffsmethoden von Cyberkriminellen…

Weitere Artikel

Kamera - Sicherheit

Alle sollen sich viel mehr um IT-Sicherheit kümmern

Nach Cyberangriffen wird im Nordosten nur in wenigen Fällen Lösegeld gezahlt. Bis auf einen Fall sei ihm bisher kein Unternehmen oder eine Verwaltung bekannt, die in diesem Jahr Lösegeld gezahlt hätte, sagte der Rostocker Oberstaatsanwalt Harald Nowack am…
Impfzertifikat

Das Geschäft mit gefälschten digitalen Impfzertifikaten

Die gefälschten digitalen Impfzertifikate, die derzeit mit gültigen Signaturen im Internet kursieren, könnten nach Einschätzung von Experten auf Sicherheitslücken in Arztpraxen oder Apotheken zurückzuführen sein.
Browser

Browsing: Nutzer besuchen nur 30 Websites

Trotz Millionen Websites verbringt ein Großteil der Nutzer seine Zeit auf gerade einmal einem Prozent der Top-Internetadressen.
Retoure

Onlinehändler erhalten jede siebte Bestellung zurück

Sie sorgen für mehr Verpackungsmüll, zusätzliche Kosten und belasten die Umwelt: Retouren beim Online-Shopping.
Google

Google löscht Bilder von Minderjährigen

Google löscht auf Wunsch bereits veröffentlichte Bilder von Minderjährigen.
Glasfaser

Highspeed-Glasfaser-Ausbau nimmt Fahrt auf

Der Internetausbau mit Highspeed-Glasfaser in Deutschland nimmt Experten zufolge Fahrt auf.

Anzeige

Jetzt die smarten News aus der IT-Welt abonnieren! 💌

Mit Klick auf den Button "Zum Newsletter anmelden" stimme ich der Datenschutzerklärung zu.