Die Sparkassen-Finanzgruppe zieht einen Schlussstrich unter ihren Cloud-Dienst S-Trust: Zum 31. März 2026 wird der Passwort- und Dokumentenmanager endgültig eingestellt.
Übergangsphase bis Ende März
Bereits zum 30. Januar 2026 werden sämtliche Verträge gemäß § 8 der Nutzungsbedingungen gekündigt, wie die Sparkassen mitteilten. In einer zweimonatigen Übergangsphase vom 30. Januar bis zum 31. März 2026 können Nutzer den Dienst kostenfrei im bisherigen Account-Typ weiterverwenden, unabhängig davon, ob sie den Service selbst bezahlt oder über ihre Sparkasse gesponsert bekommen haben. Ab April 2026 wird der Zugriff auf S-Trust komplett gesperrt und alle gespeicherten Daten werden gelöscht.
Betroffene Nutzer sollten ihre in S-Trust gespeicherten Dokumente und Passwörter rechtzeitig sichern oder exportieren. Die Sparkassen stellen auf ihrer Webseite Informationen zum Passwortexport bereit.
Die wichtigsten Termine im Überblick:
1. Dezember 2025: Offizielle Kündigungsschreiben wurden an alle S-Trust-Nutzer verschickt
30. Januar 2026: Vertragsende für alle bestehenden Accounts
31. März 2026: Finaler Datenzugriff endet, S-Trust wird eingestellt
Ab April 2026: Weder Zugriff noch Datenrettung mehr möglich, alle gespeicherten Daten werden gelöscht
Was S-Trust bot
S-Trust ist ein digitaler Dokumenten- und Passwortmanager der Sparkassen, mit dem Nutzer wichtige Dateien und Zugangsdaten verschlüsselt in der Cloud speichern und verwalten können. Der Dienst setzt auf starke Verschlüsselung mit Zero-Knowledge-Ansatz, sodass nur die Nutzer selbst Zugriff auf ihre Inhalte haben.
Zu den Kernfunktionen gehören die sichere Verwaltung von Passwörtern, ein strukturierter Online-Safe für wichtige Dokumente wie Ausweise, Verträge oder Patientenverfügungen sowie eine Notfallfunktion. Letztere ermöglicht es, Vertrauenspersonen zu definieren, die im Ernstfall auf ausgewählte Dokumente und Passwörter zugreifen dürfen. Zudem lassen sich Dateien über gesicherte Download-Links teilen. S-Trust war als App für Android und iOS, als Webversion und als Desktop-Anwendung verfügbar.
Migration zu SecureSafe empfohlen
Als Nachfolgelösung empfehlen die Sparkassen einen Wechsel zu SecureSafe, einem Dienst der DSwiss AG mit Sitz in der Schweiz. Besonders für Sparkassenkunden, die S-Trust direkt im Online-Banking genutzt haben, ergeben sich durch die Einstellung einige Änderungen im gewohnten Workflow. S-Trust basierte lautder Sparkasse von Beginn an auf der Technologie von SecureSafe. Dadurch erfolgt der Wechsel auf eine Plattform, die Daten bereits bisher nach definierten Sicherheitsstandards verarbeitet und geschützt hat.