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Bitcoin

Das US-Justizministerium hat Bitcoins und andere Kryptowährungen im Wert von einer Mrd. Dollar beschlagnahmt, die sich auf einer mit dem stillgelegten Online-Schwarzmarkt Silk Road verbundenen Website befanden.

Die etwa 69.000 Bitcoins befanden sich früher im Besitz des Silk-Road-Gründers Ross Ulbricht, wurden jedoch in den Jahren 2012 und 2013 von einem Hacker gestohlen und lagen seitdem unangetastet in einer Krypto-Wallet.

"Blockchain sehr transparent"

"Bitcoins sind auf dem Schwarzmarkt sehr beliebt, vor allem weil keine Bank dahintersteht, die Zahlungen stoppen kann. Sie bieten auch scheinbar Anonymität, allerdings sind die Empfänger vielmehr hinter einem Pseudonym versteckt. Es ist schwierig, aber möglich, diese verschlüsselten Identitäten zu durchschauen. Die Blockchain selbst ist dagegen sehr transparent, im Prinzip kann jeder Transaktionen verfolgen", erklärt Timo Emden von Emden Research gegenüber pressetext.

Bei Silk Road handelte es sich um eine Darknet-Plattform, die vor allem für den Handel mit Drogen bekannt war. Dem US-Justizministerium zufolge haben tausende Dealer und mehr als 100.000 Käufer die Seite verwendet. Mithilfe von Kryptowährungen konnten die Kriminellen mehrere hundert Mio. Dollar bewegen. Im Jahr 2013 hat das FBI Silk Road dann ausgeschaltet und Gründer Ross Ulbricht verhaftet.

Geld bis heute unangetastet

Ulbricht wurde im Jahr 2015 zu einer lebenslangen Haftstrafe veruteilt. Dabei wurden auch etwa 175.000 Bitcoins beschlagnahmt. Laut den Ermittlern hat Silk Road aber insgesamt 600.000 Einheiten der Kryptowährung generiert. Ein Großteil des Geldes wurde bis heute nie gefunden. Der Hacker, der die jetzt gefundenen Bitcoins in die Wallet bewegt hat, hat sie seit 2013 nie wieder angerührt. Momentan befindet sich das Geld in Besitz der US-Regierung, es ist unklar, was damit geschehen wird.

www.pressetext.com


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