Anzeige

Corona-Warn-App

Quelle: MarcoWarm - Shutterstock.com

Die Europäische Kommission gibt für den Aufbau einer EU-weiten Corona-Warn-Plattform nach einem Bericht der «Wirtschaftswoche» rund 13 Millionen Euro aus dem Notfallfonds ESI frei. Die Plattform soll ermöglichen, die bisher strikt getrennten nationalen Corona-Warn-Apps grenzüberschreitend zu nutzen.

Sieben Millionen Euro fließen demnach bis Anfang 2021 für Entwicklung und Installation an die Konzerne SAP und Deutsche Telekom, weitere rund drei Millionen Euro sind bis Ende 2021 für die Wartung vorgesehen. Zusätzliche drei Millionen Euro liegen im Topf als Entwicklungskostenzuschüsse an EU-Länder bereit, die ihre Apps an die Warnplattform anschließen wollen.

Die Entwicklung der deutschen Corona-Warn-App und der Betrieb der Infrastruktur werden bis Ende 2021 insgesamt rund 68 Millionen Euro kosten. Beim EU-Warn-Gateway ist der Aufwand für die beiden deutschen Konzerne wesentlich geringer. Die EU betreibt den Server selbst und es wird auch kein Call-Center dazu angeboten.

Die Corona-Warn-App des Bundes wird an diesem Montag um zwei Funktionen erweitert. Zum einen können Positiv-Getestete freiwillig in einer Art Tagebuch Krankheitssymptome eintragen, um die Warnung von Kontakten noch präziser umsetzen zu können. Außerdem wird die App über die Grenzen Deutschlands hinaus in einigen europäischen Ländern funktionieren. Dafür war der Aufbau des EU Federation Gateway Service (EFGS) notwendig geworden. Dieses zentrale Gateway erspart den Aufbau von bilateralen Schnittstellen zwischen den jeweiligen Mitgliedsstaaten.

Die deutsche App wurde mittlerweile rund 19,6 Millionen Mal heruntergeladen. Experten gehen davon aus, dass die Anwendung von rund 16 Millionen Menschen in Deutschland aktiv genutzt wird. Zuletzt hatten sich die täglichen Download-Zahlen auf rund 100 000 verdreifacht. Die neue Version 1.5 wird am Montagmittag in den App-Stores von Apple und Google erwartet.

Mit dem Update tauschen im ersten Schritt die Apps aus Deutschland, Irland, und Italien Warnungen länderübergreifend die Daten aus. Weitere Staaten, darunter Dänemark, Lettland und Spanien wollen kurz darauf folgen, Länder wie Niederlande, Österreich, Polen und Tschechien voraussichtlich im November. Zum Jahresende könnten nach dem Bericht der «Wirtschaftswoche» bis zu 16 nationale Apps gekoppelt sein. Die Version 1.5 der deutschen Corona-App vollzieht die europäische Verknüpfung im Hintergrund: Nutzer müssen nichts tun, um den EU-Modus zu aktivieren. Nutzer in anderen Staaten müssen die Funktion teils selbst einschalten.

dpa


Weitere Artikel

Zugangsschlüssel

NFT-Kunst für Jedermann – Zugangsschlüssel in Bildern versteckt

Rocco Indovina möchte, dass hochwertige NFT-Kunst für jedermann erreichbar ist. Wer die letzten Buchstaben bzw. Zahlen des Zugangsschlüssels (Private Key) für einen sogenannten Non-Fungible Token in zwei seiner Bildern zuerst findet, bekommt diese Kunst…
Verkaufen

Verkaufen mithilfe von Smartphone-Apps fasziniert

Jeder dritte Brite zwischen 18 bis 24 Jahren überlegt, seinen Job zu kündigen oder seine Ausbildung abzubrechen, um ausschließlich Waren mithilfe von Smartphone-Apps zu verkaufen.
Ranking

Bundesländer-Ranking: Hamburg ist die Hauptstadt der IT-Profis

Hamburg ist das Bundesland mit der größten Dichte an IT-Spezialistinnen und Spezialisten. Im hanseatischen Stadtstaat arbeiten 4,4 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten als Informatiker oder in anderen IT-Berufen.
Partnerschaft

valantic und SYSTEMA schließen strategische Partnerschaft

valantic, IT-Beratungs- und Softwarehaus in Europa, partnert mit SYSTEMA, einem eigentümergeführten Systemintegrator, der sich auf Softwarelösungen und Dienstleistungen zur MES-Integration, Fertigungsautomatisierung und Produktionsoptimierung spezialisiert…
Firmenerweiterung

Okta schließt Übernahme von Auth0 ab

Okta, ein unabhängiger Anbieter von Identitätslösungen, gab die erfolgreiche Übernahme von Auth0, einer Identitätsplattform für Anwendungsteams, bekannt.
Dell

Sicherheitslücke in der Treibersoftware von Dell: Was jetzt zu tun ist

Wie kürzlich bekannt wurde, existiert eine eklatante Sicherheitslücke in einem Treiber für Firmware-Updates, der auf Millionen von Endgeräten der Marke Dell installiert ist. Der Hersteller empfiehlt, diesen Treiber komplett zu entfernen.

Anzeige

Jetzt die smarten News aus der IT-Welt abonnieren! 💌

Mit Klick auf den Button "Zum Newsletter anmelden" stimme ich der Datenschutzerklärung zu.