Anzeige

Google

Bild: Evan Lorne / Shutterstock.com

Im hart umkämpften Markt für Bürosoftware und integrierte Kommunikations- und Kollaborationsumgebungen steigt Google mit einem neuen Produkt in den Ring. Am Dienstag stellte der Internet-Konzern «Google Workspace» vor, der auf dem bisherigen Dienst «G-Suite» aufbaut.

Der neue Dienst besteht aus einer E-Mail-Adresse sowie Tools für die Zusammenarbeit, darunter die Programme Gmail, Kalender, Meet, Chat, Drive, Docs, Tabellen, Präsentationen, Formulare und Sites.

Hauptkonkurrent ist Microsoft mit seinen Produkten Office 365 und Teams. Google Workspace steht aber auch mit Spezialdiensten wie Slack, Trello oder Zoom im Wettbewerb.

Im Juli hatte Google bereits seinen E-Mail-Dienst Gmail erweitert und ihn als «New Home for Work», also die neue Heimat des Arbeitens, positioniert. Dies sei der erste Schritt dahin gewesen, Kollaboration, Kommunikation und das Erstellen von Inhalten auf einer Plattform zu vereinen und einen Mehrwert für Nutzerinnen und Nutzer zu schaffen, sagte Google-Manager Javier Soltero. Heute stehe diese neue Art der Kollaboration allen Geschäftskunden von Google Workspace zur Verfügung und werde in den kommenden Monaten auch für Privatpersonen eingeführt. «Dies ist das Ende des traditionellen Büros, wie wir es kennen», sagte Soltero.

Google versucht mit seinen Cloud-Angeboten, sich von der Abhängigkeit vom Werbemarkt zu lösen, der bislang den Löwenanteil der Erlöse ausmacht. 

Unter Datenschützern in Deutschland ist umstritten, ob Angebote wie Google Workspace oder Office 365 derzeit überhaupt eingesetzt werden dürfen. Nachdem der Europäische Gerichtshof (EuGH) zuletzt die Datenschutzvereinbarung « Privacy Shield» für ungültig erklärt hatte, verweisen die US-Anbieter auf Standardvertragsklauseln, die den Betrieb rechtssicher ermöglichten. Manche Datenschützer sind aber der Meinung, dass Standardvertragsklauseln nicht ausreichen, weil sich US-Geheimdienste wie die NSA weiterhin legal Zugang zu den Daten verschaffen könnten.

Die Datenschutzkonferenz des Bundes und der Länder (DSK) hat Ende September eine Arbeitsgruppe eingesetzt, um im Dialog mit den betroffenen Softwarekonzernen «nachhaltig datenschutzgerechte Korrekturen» der Vertragsklauseln zu erreichen.

dpa


Weitere Artikel

Cyberattack

Schul-Cloud des HPI durch Cyberangriffe lahmgelegt

Die Lernplattform Schul-Cloud des Hasso-Plattner-Institus (HPI) ist mit Cyberangriffen lahmgelegt worden.
Hacker

Die Schweizerische Post startet öffentliches Bug-Bounty-Programm mit YesWeHack

YesWeHack, Europas Crowdsourced-Security-Plattform, verkündet den Start eines öffentlichen Bug-Bounty-Programms für die Schweizerische Post.
B2B

Wie lassen sich B2B-Webshops an ERP-Systeme anbinden?

Der E-Commerce ist im B2B-Bereich nicht mehr wegzudenken, hat er doch gerade im letzten Jahr, durch den Corona-bedingten Digitalisierungsschub, enormen Aufschwung erfahren.
Security Lock

Bundeswirtschaftsministerium: TISiM stärkt sichere Digitalisierung in Mittelstand und Handwerk

TISiM – die Transferstelle IT-Sicherheit im Mittelstand gibt nach erfolgreicher Pilot-Phase, den Launch des Sec-O-Mats bekannt. Das Tool bündelt Handlungsempfehlungen aus einem breiten Spektrum an bestehenden Initiativen und Angeboten für kleine und mittlere…
Google Earth

Google Earth-Update - Timelapse zeigt Umweltveränderungen

Seit nunmehr als 15 Jahren können Nutzerinnen und Nutzer mit Google Earth auf virtuelle Weltreisen gehen und unseren Planeten aus unzähligen Perspektiven betrachten.
Amazon Prime

Amazon Prime knackt 200 Millionen Marke

Amazon hat die Marke von 200 Millionen Kunden in seinem Abo-Dienst Prime geknackt.

Anzeige

Jetzt die smarten News aus der IT-Welt abonnieren! 💌

Mit Klick auf den Button "Zum Newsletter anmelden" stimme ich der Datenschutzerklärung zu.