Anzeige

Dollar

Täuschen Unternehmen Engagement für gute Zwecke vor, macht sie das häufig zum Ziel für Hacker-Angriffe. Laut einer Studie der University of Delaware wollen bestimmte Cybergangster scheinheilige Firmen entlarven, die öffentlich soziale Verantwortung simulieren, nur um ihr Image zu verbessern.

Zielscheibe auf dem Rücken

Ein rotes Tuch für viele Hacker ist das sogenannte "Greenwashing", bei dem Unternehmen so tun, als seien sie umweltfreundlich. Vor allem, wenn diese Selbstdarstellung Fehlverhalten maskieren soll, riskieren Unternehmen Angriffe. "Solchen Konzernen droht deutlich wahrscheinlicher ein Datenleck. Wenn sie Greenwashing betreiben, malen sie im Grunde eine Zielscheibe auf den eigenen Rücken", warnt John D'Arcy, Co-Autor der Studie.

Für die Untersuchung haben die Forscher Informationen über Datenlecks von großen Unternehmen gesammelt. Zusätzlich dazu haben sie die externen Meinungen über die sozialen Leistungen der Gesellschaften untersucht. Dabei konnte das Team einen Zusammenhang zwischen Scheinheiligkeit und Hacker-Angriffen feststellen.

Vorsicht bei sozialen Versprechen

Laut D'Arcy macht es einen großen Unterschied, ob Verhalten wie Greenwashing nur einen Randbereich des Unternehmens, wie beispielsweise einzelne Initiativen, betrifft oder wichtige Bereiche in der Firma, wie etwa deren Produkte. Zieht sich Heuchelei in großem Ausmaß durch den ganzen Konzern, weckt das deutlich eher den Zorn von Cyber-Kriminellen.

Hacker können dabei unterschiedliche Personen sein. Unter anderem sind verärgerte Angestellte oder auch Aktivistengruppen im Netz für die Datenlecks verantwortlich. Unternehmen sollten den Forschern zufolge vorsichtig sein, wenn sie öffentlich soziale Versprechen machen, die sie nicht halten werden. Ist das Engagement allerdings ernst gemeint, halten sich Hacker dagegen zurück und Datenlecks sind weniger wahrscheinlich.

www.pressetext.com


Weitere Artikel

Datenschutz

Amazon-Strafe: Eine Warnung Datenschutz ernst zunehmen

Wenn es einer letzten Mahnung bedurft hat, den Datenschutz ernst zu nehmen, dann diese: Insgesamt 746 Millionen Euro Strafe soll der Handelskonzern Amazon für Vergehen in Sachen Datenschutz laut der Luxemburger Nationalen Kommission für den Datenschutz (CNPD)…
Urlaub Smartphone

Corona: Smartphones sorgen für entspannteren Sommerurlaub

Das Smartphone ist fester Bestandteil der Reiseausstattung, bislang vornehmlich für Urlaubsbilder, Telefonate, Urlaubsgrüße oder zur Navigation am Urlaubsort. Für fast alle deutschen Sommerurlauberinnen und -urlauber (96 Prozent), die ein Smartphone nutzen,…
Whatsapp

Neue Funktion: WhatsApp führt Fotos zur Einmalansicht ein

WhatsApp lässt künftig Fotos verschicken, die vom Empfänger nur einmal angesehen werden können. Das könne zum Beispiel sinnvoll sein, wenn man mit jemandem vertrauliche Informationen wie ein WLAN-Passwort teilten wolle, erläuterte der zu Facebook gehörende…
Video-Sprechstunde

Zeitersparnis: Hauptmotiv für Videosprechstunde

Kein Anfahrtsweg, kein Warten: Für viele Deutsche ist die Zeitersparnis das wichtigste Argument für den virtuellen Arztbesuch.
Gaming

Smartphone-Spiele boomen in Deutschland

Im vergangenen Corona-Jahr haben immer mehr Menschen in Deutschland auf ihrem Smartphone gespielt und dafür oft zusätzliches Geld ausgegeben. 22,6 Millionen Menschen griffen 2020 zum Smartphone, um zu spielen, wie der Game-Verband am Mittwoch mitteilte.
Datenanalyse

Mobiles Datenlabor soll Ermittlern Zeitgewinn verschaffen

Mit einem Datenlabor auf Rädern will die Landespolizei Nordrhein-Westfalens bei Großeinsätzen wie Anschlägen, einer Amoklage oder Fällen von Schwerstkriminalität die Ermittlungen beschleunigen.

Anzeige

Jetzt die smarten News aus der IT-Welt abonnieren! 💌

Mit Klick auf den Button "Zum Newsletter anmelden" stimme ich der Datenschutzerklärung zu.