Anzeige

Cybermobbing

Im irischen Coronavirus-Lockdown fanden 66 Prozent des Cybermobbings gegen Kinder und Jugendliche auf privaten Messaging-Apps wie WhatsApp statt, wie eine Studie des Anti-Bullying Centre der Dublin City University zeigt.

Weil sich Belästigung von Social-Media-Plattformen zu Chats bewegt, sollten diese stärker reguliert werden.

Deutlich anders als auf Social Media

"Es gibt viele Debatten darum, wie der Gesetzgeber diese Technologie behandeln soll, weil die Chats darin sehr privater Natur sind. Cybermobbing kann auf Messaging-Apps deutlich anders aussehen als auf Social Media. Das schafft gewisse Herausforderungen für die Prävention und Intervention", erläutert Forschungsleiterin Tijana Milosevic.

Die Forscher haben für die Studie eine Umfrage unter 504 Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen zehn und 18 Jahren und ebenso vielen Elternteilen durchgeführt. Von den Kindern und Jugendlichen haben 28 Prozent in der Zeit des Lockdowns Cybermobbing erfahren. In zwei von drei Fällen fand die Belästigung in Messaging-Apps statt. Die Hälfte habe außerdem gemerkt, wie jemand anders gemobbt wurde.

Fast jedes zweite Elternpaar in Sorge

Laut 39 Prozent der Kinder und Jugendlichen ist das Mobbing im Lockdown stärker geworden. Für 42 Prozent der Eltern ist Cybermobbing ein ernsthafter Grund zur Sorge. 62 Prozent fürchten außerdem um das geistige Wohlbefinden ihrer Kinder. Milosevic zufolge brauchen Kinder und Jugendliche vor allem im Lockdown Hilfe, weil sich die Nutzung von digitaler Technologie in dieser Zeit noch weiter verstärkt hat.

Die Studie sollte hier zum Download verfügbar sein.

www.pressetext.com


Weitere Artikel

Digitalisierung Deutschland

"Digitalen Aufbruch" schnell in die Praxis umsetzen

Die Parteispitzen von SPD, Bündnis90/Die Grünen und FDP haben den Entwurf eines Koalitionsvertrags für eine neue Bundesregierung vorgestellt. Der Breitbandverband ANGA begrüßt die Zusage der künftigen Koalitionäre, die Digitalisierung und den Ausbau der…
Google News

Google News Showcase als Medienplattform eingestuft

Die deutschen Medienregulierer stufen den Nachrichtenbereich Google News Showcase als Medienplattform und Benutzeroberfläche ein und verpflichten den Internetkonzern damit zur Einhaltung von gesetzlichen Transparenzbestimmungen.
Bundeskartellamt

Nextcloud: Beschwerde gegen Microsoft beim Bundeskartellamt

Das deutsche Softwareunternehmen Nextcloud hat beim Bundeskartellamt beantragt zu überprüfen, ob Microsoft eine marktbeherrschende Stellung hat. Das teilte der Unternehmensgründer Frank Karlitschek am Feitag mit und bestätigte damit einen Bericht des…
Security

Neuer Leader im Bereich Cyber Security & Privacy bei PwC Deutschland

Der Fachbereich Cyber Security & Privacy der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC in Deutschland hat einen neuen Leiter.
Home Office

Manager befürchten Bummelei im Homeoffice

Führungskräfte aus Unternehmen in Deutschland stehen der Arbeit ihrer Beschäftigten im Homeoffice im internationalen Vergleich skeptisch gegenüber. Das geht aus einer repräsentativen Yougov-Umfrage im Auftrag von Linkedin unter 2000 Führungskräften aus elf…
digitales haus

Knapp zwei Drittel der Haushalte in Deutschland bereits gigabitfähig

62 Prozent der Haushalte in Deutschland haben laut Breitbandatlas aktuell Zugang zu Gigabit-Netzen. Davon entfällt mit mindestens 25 Millionen Haushalten die deutliche Mehrheit auf Hybrid-Fiber-Coax-Netze (HFC), gut fünf Millionen sind über reine…

Anzeige

Jetzt die smarten News aus der IT-Welt abonnieren! 💌

Mit Klick auf den Button "Zum Newsletter anmelden" stimme ich der Datenschutzerklärung zu.